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Die stille Arbeit im Schatten der Theaterbühne

Die Theaterschneiderin Germaine Gamper und vier ihrer Berufskolleginnen stellen im Ausstellungsraum Tuchinform in Winterthur opulente Rokoko-Kleider aus.

15 Meter Seidentaft: Germaine Gamper in ihrem Rokoko-Kleid, das sie für ihre Diplomarbeit anfertigte.
15 Meter Seidentaft: Germaine Gamper in ihrem Rokoko-Kleid, das sie für ihre Diplomarbeit anfertigte.
Dominique Meienberg

Geschickt, Haken für Haken, schliesst Germaine Gamper den weit ausschweifenden Kleidunterbau. Wie ein riesiger Brotkorb sitzt er auf der Taille, und tatsächlich heisst die Hüfterweiterung im Fachjargon Panier, Französisch für Brotkorb. Gebogene Federstahlstäbe geben dem Unterbau seine Form, eingenäht sind sie in ungefärbte Baumwolle. Aus demselben Material ist auch der bodenlange Unterrock gefertigt, den Gamper nun über den Panier stülpt.

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