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Die neueste Unsitte: Stillen in der Öffentlichkeit

Stillen ist zwar natürlich, hat aber im öffentlichen Raum nichts verloren – Körperflüssigkeiten abzulassen ist Privatsache. Ein Kommentar.

Pure Provokation? Öffentliches Stillen – hier auf die Spitze getrieben bei einem Still-Wettbewerb in Peru – erhitzt immer wieder die Gemüter.
Pure Provokation? Öffentliches Stillen – hier auf die Spitze getrieben bei einem Still-Wettbewerb in Peru – erhitzt immer wieder die Gemüter.
Keystone

Stillen ist eine gute Entscheidung. Es ist eine grossartige Methode, seinen Säugling zu ernähren, denn Muttermilch ist immer richtig temperiert und enthält alle Nährstoffe, die ein Baby braucht. Da das Kind noch keine fixen Hungerzeiten kennt und frischgebackene Mütter sich nicht ständig zu Hause verstecken möchten, stillen sie auch in der Öffentlichkeit. Es gibt Frauen, die machen das diskret, suchen einen privaten Ort auf, gehen in ein Nebenzimmer oder auf die Toilette. Andere wiederum, wie die Dame gestern am Nebentisch, legen ihre Brüste im Speiserestaurant frei, docken das brüllende Kind an, und geben sich dem Saugen ungeniert vor den Augen der irritierten Gäste hin. Stillen an sich ist nichts Ehrenrühriges. Aber warum in aller Welt müssen wir dabei zusehen?

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