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«Die Jungen zeigen mehr Disziplin als manche Alt-68er»

In der Coronakrise sollen sich die Alten mit den Jungen solidarisieren, sagt Generationenforscher François Höpflinger. Das schaffen nicht alle.

Pascal Blum
Ältere Menschen regen sich zurzeit vermehrt darüber auf, dass ihre Freizeitaktivitäten abgesagt sind, sagt Generationenforscher Höpflinger. Foto: iStock
Ältere Menschen regen sich zurzeit vermehrt darüber auf, dass ihre Freizeitaktivitäten abgesagt sind, sagt Generationenforscher Höpflinger. Foto: iStock

Vor dem Lockdown sagten gewisse ältere Menschen: «Was soll schon sein? An irgendetwas stirbt man sowieso.» Haben jetzt auch die Älteren begriffen, dass es ernst ist?

Ich denke schon. Die Leute realisieren, dass vom Coronavirus nicht nur alte Menschen betroffen sein können, sondern auch Menschen ab 50, etwa wenn sie Diabetes oder eine Immunschwäche haben. Die Anpassungsprozesse laufen nun sehr rasch ab. In meiner jetzigen Umgebung im Prättigau wohnt eine Grossmutter mit ihrer Tochter zusammen im gleichen Haus. Die beiden essen nicht mehr zusammen und behelfen sich mit einem Mahlzeitendienst. Dass sich da was ändert, spricht sich in einem kleinen Dorf schnell herum.

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