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Die dickste Genfer Gemeinde steigt auf die Waage

Nirgends im Kanton Genf sollen so viele übergewichtige Menschen leben wie im kleinen Dorf Russin. Die Einwohner lassen dieses Ergebnis einer Studie des Unispitals aber nicht auf sich sitzen.

Zu viel auf den Rippen? Ein Primarschüler lässt sich in Russin wägen.
Zu viel auf den Rippen? Ein Primarschüler lässt sich in Russin wägen.

Gut hundert Bewohner des kleinen Genfer Weinbauerndorfs Russin sind am Samstagmorgen auf die Waage gestiegen. Sie taten das, weil in ihrem Bannkreis gemäss einer Studie des Universitätsspitals Genf am meisten Übergewichtige leben sollen.

Russin sei es fern, die Studie des Spitals in Zweifel zu ziehen, sagte Gemeindepräsident Alain Hutin bei der öffentlichen Wiegeaktion auf dem Dorfplatz. Die Untersuchung basiere aber auf zehn Einwohnern, weshalb nun der Rest des Dorfes auf die Waage steigen sollte.

Denn den Übergewichts-Titel wollte man nicht auf sich sitzen lassen. Einzeln, in Paaren, als Kollegengruppe oder gleich familienweise bestiegen die warm angezogenen «Russinois» eine alte Landwirtschaftswaage oder wahlweise eine von drei Kartoffelwaagen.

Nach der Aktion gabs Suppe

Die Waagen seien über Computer direkt mit dem Unispital verbunden, versicherte der «offizielle Waagemeister», Gemeinderat und Palexpo-Präsident Claude Membrez. Zur Sicherheit wurden die erhobenen Daten noch auf Zettel geschrieben und in einem Weinkarton archiviert. Daraus werde eine Statistik erarbeitet, versicherte augenzwinkernd der Gemeindepräsident.

Nach der Aktion gab es Suppe - aber lediglich zum Ersetzen der beim Wiegen verbrannten Kalorien. Nur die Magersten erhielten zum Dessert ein Stück Schokolade. Die anderen mussten sich mit einem Apfel begnügen.

SDA/miw

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