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Blaufränkisch aus Carnuntum

Paul Imhof schreibt über Wein und Winzer und stellt edle Tropfen vor.

Blaufränkisch ist eine edle Sorte: Die Austro-ungarische Varietät hat auffallend dunkle Früchte.
Blaufränkisch ist eine edle Sorte: Die Austro-ungarische Varietät hat auffallend dunkle Früchte.
Reuters

Die Instruktionen der Besitzerin sind klar: «Bitte geben Sie den Weinen Zeit, es sind sehr, sehr langsame Weine. Ich doppeldekantiere sie üblicherweise 12 Stunden vorher. Sie brauchen viel Luft», schreibt Dorli Muhr zu ihren Gewächsen aus dem österreichischen Anbaugebiet Carnuntum. Muhr, die in Wien mit der Agentur Wine & Partners für Flaschen aus allen Lagen wirbt, gewinnt zunehmend Aufmerksamkeit für ihre «Hausweine»: Ein besserer Kompetenzausweis als das eigene Weingut ist schwerlich zu finden, und so steige ich nach dem ersten Espresso des Tages in den Keller hinunter und hole die beiden Blaufränkisch Carnuntum 2011 und Blaufränkisch Spitzerberg 2011. Ich entkorke die Flaschen, rieche einen frischen, traubigen Duft, giesse die Weine um und trage die offenen Karaffen in den Keller, wo sie bis zum Abend in schonender Dunkelheit und angenehmer Kühle durchatmen dürfen.

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