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Der See der tausend Möglichkeiten

Rund um den Bodensee wird es garantiert nie langweilig. Egal ob in Deutschland, Österreich oder in der Schweiz: Das Angebot an Ferien- und Freizeitangeboten ist riesig.

Der drittgrösste See Mitteleuropas ist ein Ferienparadies: Mit der Fähre gelangt man schnell von einem Ufer zum anderen.
Der drittgrösste See Mitteleuropas ist ein Ferienparadies: Mit der Fähre gelangt man schnell von einem Ufer zum anderen.
Achim Mende

Die Velofahrer haben den Bodensee längst entdeckt: Der Bodensee-Radweg gehört zu den Radklassikern. Der drittgrösste See Mitteleuropas (572 km2) im Dreiländereck bietet sich aber auch ohne Zweirad an – für spannende und vielfältige Familienferien.

Wir haben aus dem immensen Angebot eine kleine Auswahl getroffen und getestet. Unser Basislager haben wir im Städtchen Immenstaad aufgeschlagen, eben erst als familienfreundlichster Ort Baden-Württembergs ausgezeichnet. Es gibt hier ausschliesslich kleine, gepflegte Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und Bauernhöfe.

Aquastaat lässt Kinderherzen höher schlagen

Angesichts des sommerlich heissen Wetters zieht es uns als Erstes ins Strandbad. Was heisst hier Strandbad? Das Aquastaad ist weit mehr, nämlich ein spannend gestaltetes Hallen- und Freibad direkt am See. Toll für die Kinder: ein Sandberg zum Rutschen und Buddeln, ein ankerndes Piratenschiff vor einer Felslandschaft, Wasserspielgeräte, Wasserfall, Wasserrutsche, Tischtennis, Boccia- und Beachvolleyballfelder. Angenehm für die ganze Familie sind die Schatten spendenden Bäume, ein Grillplatz und ein Familienrestaurant. Kinderherzen schlagen höher beim angrenzenden «Käpt’n Golf»: Auf zwölf originellen Minigolfbahnen gibt es viele Überraschungen und jede Menge knifflige Aufgaben.

Immenstaad punktet darüber hinaus mit seinem Hochseilgarten. Ausgerüstet mit Helm, Klettergurt und Sicherungsseil durch eine Welt aus Bäumen, Balken, Seil- und Netzkonstruktionen klettern, über wackelige Brücken balancieren und Hindernisse bezwingen: Das ist pure Faszination. Ausserdem gibt es in Immenstaad eine Dorf-Rallye für Kinder, oder sie können sich mit GPS ausgerüstet auf Schatzsuche begeben.

Stadt der Türme und Spiele

Auch ein Ausflug ins hügelige, von Obstplantagen, Rebbau, Hopfenstangen, Wäldern, kleinen Weilern mit Barockkapellen geprägte Hinterland des Bodensees hat seinen Reiz. Zur Einkehr laden sympathische Landgasthöfe oder sogenannte Rädle-Wirtschaften auf Bauernhöfen. Zum Beispiel das Hofgut Schleinsee im gleichnamigen Weiler, der nebst Hotelzimmern auch Ferienwohnungen anbietet – und einen eigenen Badesee.

Ravensburg ist ein Synonym für Brettspiele. Das Ravensburger Spieleland mit seinen sieben Themenwelten liegt etwas ausserhalb der Stadt. Hits mit garantiertem Nervenkitzel sind die Sieben-Bahnen-Rutschanlage, der Fix-und-Foxi-Raketenblitz oder das Alpin-Rafting, bei dem es mit dem Lift hoch hinauf- und dann turboschnell hinuntergeht. Highlights sind je nach Alter der Kinder die Ponyreitbahn, das Traktorfahren, das Feuerwehrspiel, die grossen Schwimm-Enten, der Streichelzoo und, und, und. Für Faszination sorgt auch die Zirkus- und Zauberschule.

Hochmoderne Architektur

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Spieleland liegt das Mini-Mundus, wo man problemlos den ganzen Globus in nur einem Tag umrunden kann. An die 90 berühmte Bauwerke, von den ältesten Pyramiden bis zur hochmodernen Architektur in Dubai, können hier im Kleinformat bestaunt werden.

Weil der Besuch beider Parks am selben Tag zu viel wäre, empfiehlt es sich, in Ravensburg zu übernachten. Sieben Hotels bieten für Kinder bis 18 Jahre (in Begleitung der Eltern oder Grosseltern) Gratisübernachtungen an. Ravensburg ist ein historisches Städtchen mit teilweise noch erhaltener Stadtmauer, Toren und auffallend vielen Türmen. Vom Blaserturm hat man einen tollen Blick hinunter in die lebhafte Altstadt, aber auch über den See bis zu den schneebedeckten Alpengipfeln. Zudem kann man in die Welt von Memory, Malefiz, Phase?10 und Co. eintreten – das vor wenigen Wochen eröffnete Museum Ravensburger bietet Schatzkammern voller Überraschungen.

Originaltreue Pfahlbauersiedlung

Einen Ausflug wert ist das Pfahlbaumuseum Unteruhldingen gegenüber der Insel Mainau: Originalgetreu nachgebildete Stelzenhäuser lassen die geheimnisvolle Stein- und Bronzezeit aufleben. Die herzigen Berberaffen auf dem nahe gelegenen Salemer Affenberg freuen sich über Kinderbesuche – sie dürfen mit (gratis abgegebenem) Popcorn gefüttert werden.

Bei Regenwetter oder unerträglicher Hitze sind Museen oder Indoor-Bäder stets willkommene Zufluchtsorte. Ein paar Möglichkeiten: Zeppelin-Museum Friedrichshafen, Sea-Life Konstanz, Inatura Dornbirn (Natur und Technik interaktiv und multimedial entdecken). Empfehlenswert ist auch ein Ausflug auf den Bregenzer Hausberg Pfänder, wo jeweils um 11 und 14.30 Uhr Adler, Geier, Falken und Uhus faszinierende Flugkunststücke vorführen.

Auf Kamelen reiten und Tiger beobachten

Und selbst auf der Rückreise in die Schweiz gibt es etwas zu sehen. Die Teilnahme an einer Kinder-Stadtführung in St. Gallen könnte man einplanen oder ein Besuch im Fägnäscht, dem grössten Indoor-Spielplatz der Ostschweiz.

Oder wie wärs mit einer Übernachtung im Hotel Säntispark? Dort kann man das Freizeitzentrum mit der tollen Bäderwelt bis zur Schliessungszeit um 22?Uhr gratis auskosten. Am nächsten Tag geht es schliesslich noch nach Gossau zu Tigern, Waschbären & Co. ins Abenteuerland Walter-Zoo. Und nach dem Ritt auf einem Kamel gilt es dann, Abschied zu nehmen von einer Region, die man erst zu einem Bruchteil entdeckt hat.

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