Zum Hauptinhalt springen

Welche Studiengänge führen zu einem Job?

Der Bund hat eine Befragung von über 31'000 Uni-Abgängern durchgeführt. Je nach Universität und Fachrichtung variieren die Job-Aussichten stark.

Arbeitssame Abgänger: Studierende folgen einer Vorlesung im grossen Hörsaal der Universität St. Gallen (HSG). (Symbolbild)
Arbeitssame Abgänger: Studierende folgen einer Vorlesung im grossen Hörsaal der Universität St. Gallen (HSG). (Symbolbild)
Gaetan Bally, Keystone

Wer nach seiner Ausbildung sicher einen Job will, muss Arzt oder Lehrer werden. Das geht aus einer Befragung des Bundes von über 31'000 Hochschulabsolventen hervor. Demnach sind ein Jahr nach dem Abschluss ihrer Ausbildung bloss 0,4 Prozent der Mediziner ohne Job, bei den Neu-Lehrern sind es 0,8 Prozent. Zusätzlich gehen in den nächsten 15 Jahren Zehntausende Lehrer in Pension. «Arbeitslose Lehrer dürften auf Jahre hinaus so selten bleiben wie Schneeflocken in der Sahara», schreibt dazu die «Schweiz am Sonntag».

Die Daten des Bundes erfassen neben den Fachrichtungen der Absolventen auch die Universität, an der sie studierten. Daraus erschliesst sich, dass Studenten der ETH Zürich und der HSG (St. Gallen) ein Jahr nach Studienabschluss am ehesten einen Job finden. Nur gerade 1,7 Prozent der ETH- und 2 Prozent der HSG-Studenten bleiben arbeitslos. Schlusslicht bei der Auflistung nach Universität ist Lugano (10,7 Prozent), hinter Genf (8,2 Prozent) und Neuenburg (7,9 Prozent). Von der Universität Zürich bleiben nach einem Jahr 3,1 Prozent ohne Arbeit.

Schlusslicht Kunst

«Das hat nichts mit der Qualität der Ausbildung zu tun. Entscheidend ist die Fachrichtung», sagt der Rektor der Universität Zürich und Präsident der Schweizer Hochschulen, Michael Hengartner, dazu zur Zeitung. Und tatsächlich: Neben Lehrern haben im Allgemeinen Absolventen gesundheits- und technikbezogener Studiengänge einen reibungslosen Berufseinstieg.

Jus- und Wirtschaftsstudenten kommen dabei aber etwas schneller im Arbeitsmarkt an als reine Naturwissenschaftler – bei ihnen bleiben 5,5 Prozent arbeitslos. Schlusslichter bei den Fachrichtungen sind die restlichen Geistes- und Sozialwissenschaften (6,3 Prozent), angewandte Psychologie (9,3 Prozent) und die Künste (12,7 Prozent). Fünf Jahre nach dem Abschluss würden diese Unterschiede dann aber verschwinden, heisst es im Artikel.

Zukunft liegt im MINT-Bereich

Zusammenfassend rät der emeritierte Ökonomie-Professor Franz Jaeger jungen Menschen, auf den sogenannten MINT-Bereich abzuzielen. Damit meint er Berufe mit Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – wozu auch handwerkliche Berufe zählen. «Solche Leute sind heute gefragt.»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch