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Sonja Nef über Lara Gut-BehramiSie muss Gold holen, Silber zählt nichts

Für die Ostschweizerin gab es 2001 nur den Sieg. Der Druck lähmte und beflügelte sie – WM-Gold gab es als Lohn. Ähnlich ist es nun bei Lara Gut-Behrami, schreibt Sonja Nef in ihrer Kolumne.

Hat derzeit allen Grund zu lachen: Lara Gut-Behrami nach ihrem Sieg im Super-G von Garmisch, an der WM ist sie Topfavoritin.
Hat derzeit allen Grund zu lachen: Lara Gut-Behrami nach ihrem Sieg im Super-G von Garmisch, an der WM ist sie Topfavoritin.
Giovanni Auletta (Keystone)

Ich liebte es, als Topfavoritin an eine WM zu reisen und einen riesigen Druck zu haben. Auch wenn mich dieser fast zerriss.

So war es in St. Anton 2001. Ich weiss noch, wie ich am Abend vor dem Riesenslalom mit meinem Mann Hans joggen ging und es nicht ertrug, wenn er mir zu nahe kam, so geladen war ich, derart unter Strom, die Anspannung hielt ich kaum mehr aus.

In diesen Momenten zog ich mich zurück. Ich lief ganz langsam durchs Hotel, gemütlich Richtung Zimmer, machte alles in Zeitlupe, um herunterzufahren. Oder: Mein Trainer lud mich zu einem Glas Rotwein an der Bar ein. Danach schlief ich wunderbar, bis der Wecker schellte.

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