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National League Langnau schiesst Bern in die Krise

Die Emmentaler gewinnen das Derby 2:1. Für den SCB ist es die fünfte Niederlage in Folge.

Umkämpftes Berner Derby: Langnaus Erik Brannstroem (l.) und Gaetan Haas im Duell um den Puck.
Umkämpftes Berner Derby: Langnaus Erik Brannstroem (l.) und Gaetan Haas im Duell um den Puck.
Urs Lindt/Freshfocus

Es war ein leidenschaftlich umkämpftes und mitreissendes Derby damals im Februar 2019. Schliesslich setzten sich die SCL Tigers in Bern nach Verlängerung durch. Einen Monat später sollten sie sich für das Playoff qualifizieren – wie der SCB und Biel.

Eineinhalb Jahre ist das erst her. Doch die Gefühlslage im Berner Eishockey, sie könnte heute nicht gegensätzlicher sein. Der SCB, Biel und die SCL Tigers befinden sich alle im Tabellenkeller. Wäre nicht der HC Davos, die drei Berner Clubs würden die drei letzten Plätze unter sich ausmachen. Konnte Langnau aufgrund der resoluten Sparmassnahmen der Clubführung in dieser Tabellenregion erwartet werden, kommt der Krebsgang Berns und Biels gewiss einer Enttäuschung gleich.

Und am Samstagabend verschärften die Gäste aus Langnau die Lage der Stadtberner noch zusätzlich. Beim 1:2 handelt es sich um die fünfte SCB-Niederlage in Folge. Derweil das Schlusslicht erst zum zweiten Mal in dieser Saison reüssieren konnte, zum ersten Mal nach der regulären Spielzeit.

Blum trifft erstmals nach 52 Partien

Es war lange Zeit ein bescheidenes Duell, das sich die beiden Rivalen lieferten. Wobei die SCL Tigers nach 20 Minuten eigentlich höher als 1:0 hätten führen müssen. Denn neben Ben Maxwells Ablenkertor (4.) vergaben Raphael Kuonen (13.) und Julian Schmutz (18.) aus bester Position.

Schliesslich war es Jules Sturny, der mit einem sehenswerten Hocheckschuss nach 44 Minuten die Entscheidung herbeiführte. Für den Stürmer war es das erste Tor in der National League überhaupt. Als Geschenk erhielt er von Teamkollege Julian Schmutz den Puck überreicht.

Und der SCB? Nun, er fand nur schwer den Tritt in die Partie. Und er machte sich das Leben selbst schwer. Gleich dreimal erhielten die Berner in Überzahl eine Strafe aufgebrummt – einmal nach 12, zweimal nach 13 Sekunden. Und geradezu Symbolcharakter hatte das zwischenzeitliche Ausgleichstor von Eric Blum (24.). Der Berner Verteidiger hatte letztmals am 20. April 2019 getroffen – es war das Meistertor im Playoff-Final gegen den EV Zug.

Erst eineinhalb Jahre liegt das zurück – gefühlt aber liegen Lichtjahre zwischen jenem Team, das damals den dritten Titel in vier Jahren gewann, und jenem, das nun im Tabellenkeller dümpelt.

3 Kommentare
    MK

    Sportchefin vom SCB war für Lüthy ein Fehlgriff.........