«Tatort»-Schauspielerin stirbt mit 51 Jahren

Sie war in Fernsehkrimis ebenso zu sehen wie im Schauspielhaus und im Burgtheater. Die Charakterdarstellerin Susanne Lothar ist tot.

Ihr zuletzt bekanntesten Filme waren «Der Vorleser» und «Das weisse Band»: Schauspielerin Susanne Lothar 2010 an einer Filmpremiere (Archivbild).

Ihr zuletzt bekanntesten Filme waren «Der Vorleser» und «Das weisse Band»: Schauspielerin Susanne Lothar 2010 an einer Filmpremiere (Archivbild).

(Bild: Keystone)

Die Schauspielerin Susanne Lothar ist tot. Die Darstellerin, die in Filmen wie «Der Vorleser» und «Das weisse Band» mitwirkte, wurde nur 51 Jahre alt. Der Anwalt ihrer Familie, Christian Schertz, gab ihren Tod in Berlin bekannt. Weitere Details nannte er nicht.

Lothar wurde 1960 in Hamburg in eine Schauspielerfamilie geboren. Ihre Eltern waren die Darsteller Hanns Lothar und Ingrid Andree. Lothar war mit dem Schauspieler Ulrich Mühe verheiratet, der 2007 im Alter von 54 Jahren einem Krebsleiden erlag. Mit ihm hatte sie zwei Kinder. Mit ihren beiden gemeinsamen Kindern lebte sie in Berlin.

2001 am Schauspielhaus

Schon früh stellte Lothar ihr Talent unter Beweis: So wurde sie für ihr Filmdebüt in «Eisenhans» 1983 mit dem Bundesfilmpreis ausgezeichnet. Lothar war sowohl Film- als auch Theaterschauspielerin, sie war am Burgtheater ebenso zu sehen wie im «Tatort». 2001 war sie am Schauspielhaus Zürich zu sehen – unter der Regie von Luc Bondy im Stück «Auf dem Land».

Für ihr Filmdebüt in Tankred Dorsts «Eisenhans» (1983) hatte Lothar den Bundesfilmpreis erhalten. Fünf Mal stand Lothar in Theaterarbeiten von Peter Zadek auf der Bühne, 1989 wurde sie als seine «Lulu» am Hamburger Schauspielhaus gefeiert.

Zuletzt drehte die 51-Jährige den Angaben auf ihrer Website zufolge unter anderem den britischen Kinofilm «Anna Karenina». Dafür spielte sie an der Seite von Jude Law und Keira Knightley.

Zuvor hatte sie die weibliche Hauptrolle in Hanna Dooses Film «Staub auf unseren Herzen» übernommen. Der Streifen war Anfang Juli auf dem Filmfest in München mit dem mit 30.000 Euro dotierten Förderpreis Neues Deutsches Kino in der Kategorie Regie ausgezeichnet worden.

mw/sda

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt