Sie macht, was ihr Spass macht

Die frühere «G & G»-Moderatorin Annina Frey steht in Basel auf der Theaterbühne.

Neue, alte Herausforderung. Annina Frey kehrt als Schauspielerin in der Mundart-Komödie «Polizeiruf 117» zu ihren Wurzeln zurück.

Neue, alte Herausforderung. Annina Frey kehrt als Schauspielerin in der Mundart-Komödie «Polizeiruf 117» zu ihren Wurzeln zurück.

(Bild: Klaus Brodhage)

«Der Ausstieg aus ‹Glanz & Gloria› war die absolut richtige Entscheidung», meint Annina Frey rückblickend. Im Frühjahr hatte die Moderatorin des Schweizer People-Magazins auf SRF nach elf Jahren überraschend ihren Rücktritt bekannt gegeben. Sofort gab es wilde Spekulationen, was die 37-Jährige denn in Zukunft machen würde, und es wurde davon ausgegangen, dass Annina Frey bereits einen neuen Job in Aussicht habe.

«Ich habe bei ‹Glanz & Gloria› eine tolle Zeit mit Moderationen aus Cannes und von der Oscar-Verleihung erlebt. Doch ich wollte mich nicht ewig in dieser Komfortzone bewegen, sondern etwas Neues wagen. Und wer mich kennt, der weiss, dass ich der Typ dazu bin», sagt Annina Frey.

Die Baslerin war nie ein sprechendes Modepüppchen, das nur die Welt der Schönen und Reichen ansagen wollte. Als Extremsportlerin und mit gewagten Outfits sorgte sie immer wieder für Schlagzeilen und polarisierte beim Publikum.

«Der Rücktritt war ein spontaner Entscheid. Hätte ich zu viel darüber nachgedacht, hätte mich wohl der Mut verlassen.» Als sie dann ihre letzte Moderation hatte, war es ihr jedoch schon ein wenig mulmig zumute wegen der beruflichen Zukunft.

Ein Standbein hatte sie sich schon als «G & G»-Moderatorin aufgebaut. Als DJ Freya wurde sie allerdings erst in den vergangenen Monaten so richtig wahrgenommen. «Am Anfang wurde ich als Fernsehmoderatorin belächelt, die jetzt auch noch auflegt», erzählt sie. Doch inzwischen wird sie immer häufiger gebucht und nicht nur in der Schweiz. Im Kairoer Jazz Club ist sie schon mehrmals und mit grossem Erfolg aufgetreten. Die Ägypter kennen Annina Frey nur als DJ und nicht vom Fernsehen. «Inzwischen haben auch einige hierzulande gemerkt, dass ich meine eigene Musik produziere.»

Und jetzt ist Annina Frey auch als Schauspielerin zu erleben. Eine neue Herausforderung? «Nein, nicht neu, denn eigentlich kehre ich damit zu meinen Wurzeln zurück», meint sie, die nach der Matura in Zürich die Schauspielschule absolviert hat. «Doch dann kam das Casting für ‹Glanz & Gloria›, ich bekam den Job, und aus der Schauspielerei wurde vorerst nichts.»

Spannender Rollentausch

Doch als Annina Frey ihren Rücktritt erklärte, kamen plötzlich Anfragen aus verschiedensten Richtungen. Darunter auch von Pascal Ulli und Bettina Dieterle. Ulli hatte zusammen mit Beat Schlatter die Mundart-Komödie «Polizeiruf 117» geschrieben, und für die Basler Version unter Bettina Dieterle hätten die beiden gerne Annina Frey verpflichtet. «Ich musste nicht einen Augenblick nachdenken und habe sofort zugesagt», erzählt Frey, die im Stück eine Polizistin spielt. «Diese Rolle hat so gar nichts mit mir gemein und ist deshalb genau die schauspielerische Herausforderung, die ich suche.» Gespannt ist sie, wie das Publikum diesen Rollentausch aufnimmt. «Wir werden sehen, wie und ob ich überhaupt ankomme.»

Feilen muss sie auch noch etwas an ihrem Baseldytsch, das durch den langen Aufenthalt in Zürich, wo sie heute lebt, nicht mehr ganz so lupenrein ist. Dies, obwohl sie in Basel regelmässig anzutreffen ist, wenn sie ihre Eltern in Riehen besucht, wo Frey aufgewachsen ist und das Gymnasium Bäumlihof besucht hat.

Dass ihr vorgeworfen wird, auf zu vielen Hochzeiten zu tanzen, stört Annina Frey nicht. Sie lässt sich auch jetzt in keine Schublade stecken. DJ, Schauspielerin oder Moderatorin, sie macht, was ihr Spass macht. Gerade auch ein neues Format für das Style-Magazine. Dort präsentiert sie die Web-Sendung «Frey Style». Und wer jetzt glamouröse Abendroben und die neusten Designertrends erwartet, wird enttäuscht. Typisch Annina testet sie dort die viel geschmähte Radlerhose.

Basler Zeitung

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