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«Man muss enormen Mut haben in diesem Beruf»

Wie keine andere Institution steht das Theater derzeit in der Subventionskritik. Janina Schauer, Darstellerin am Zürcher Schauspielhaus, über den Wert und die Emotionen der Theaterkunst.

Frau Schauer, wir sind – mehr oder minder berechtigt – umgeben von medialem Krisen-Geflüster und -Geschrei. Setzt das Ihnen als Schauspielerin, seit jeher ein prekärer Beruf, besonders zu? Natürlich macht das einem zu schaffen. Und es werden ja auch konkret Stellen abgebaut, die Aussichten auf eine Festanstellung als Schauspielerin sind heute so schlecht wie noch nie. Der Lohn als Anfängerin entspricht an fast allen Häusern genau dem vorgeschriebenen Mindestlohn. Das ärgert, klar.

Einen Plan B haben Sie nicht? Nein, da bin ich jetzt schon zu weit gegangen und zu sehr auf den Geschmack gekommen (lacht). Früher dachte ich mal daran, Ärztin zu werden, Chirurgie ist für mich ungemein faszinierend. Die Adrenalinausschüttung bei einer OP ist wahrscheinlich ähnlich wie die auf der Bühne.

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