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«In der Kunst kann alles gedacht werden»

Sebastian Baumgarten, Regiestar an Oper und Theater, zeigt morgen am Theater Neumarkt Jacques Offenbachs «Banditen».

«Talking about a revolution»: Dieser Song ist sozusagen das Signet der jüngsten Berliner Inszenierung von Sebastian Baumgarten. Wo einer wie er «Dantons Tod» von Büchner stemmt, da brodeln auf der Bühne die Debatten, da schieben die Schauspieler Denkanstösse hin und her, als wärs ein Crashkurs in Bildern.

«Ich betreibe Theater aus einer klaren Haltung heraus und nicht nur aus Spielfreude», sagt Baumgarten, der einst Jazzmusiker hatte werden wollen, und holt gleich aus: «Mit siebzehn, noch als Schüler, habe ich eine Hospitanz bei Ruth Berghaus gemacht, und das hat alles geändert.» Die grosse Brechtianerin steckte ihn, Sohn einer Sängerin und Enkel eines Staatsopernintendanten, mit der Begeisterung für das epische Theater an, für das dialektische Denken.

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