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Die grosse Unbegabtenförderung

Im Casionotheater Winterthur hatte «Super Theo» Premiere, ein witziger Schwank, der allerlei Schweizer Politiker und Prominente auf die Schippe nimmt.

Banges Warten auf den Prüfungsbescheid: Charlotte Heinimann, Lisa Maria Bärenbold und Patrick Frey.
Banges Warten auf den Prüfungsbescheid: Charlotte Heinimann, Lisa Maria Bärenbold und Patrick Frey.
Bernhard Fuchs

Es ist mit diesem Theo zum Haaröl brünzeln, wie meine Grossmutter selig gesagt hätte. Alle bestätigen zwar, dass er «so en Zfridne» ist und ein ganz Lieber, aber halt auch ein Langsamer. Es hat nichts genützt, dass ihm sein Vater, als Theo noch in Mamis Bauch herumschwaderte, den «Ulysses» von James Joyce vorlas, um ihm Früh-Irisch beizubringen. Und als ihm die Eltern eine chinesische Geburtstagsparty mit ein paar gut getarnten Übungen in Frühchinesisch ausrichten, da geht er gamen. Mit seinen Zeugnissen reicht es ihm später einfach nicht ins Gymnasium, soendern nur in die Sek B, und auch beim allerletzten Versuch, doch noch eine Gymi-Aufnahmeprüfung zu schaffen, scheitert er am Aufsatz. Der Vater, Kulturredaktor und «Club»-Moderator beim Schweizer Fernsehen, bittet seine Kollegen vom «Literaturclub» um eine Aufsatzexpertise, doch die denken lieber über Richard David Precht nach und sagen nur, dass die Zeichnung zum Aufsatz noch glatt sei.

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