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Das Kriegstheater Sarajevo kommt nach Zürich

Mitten im Granatenhagel über der Stadt Sarajevo feierte das erste Stück des Kriegstheaters Premiere: «Skloniste», was so viel heisst wie Unterschlupf. Das Theater war Realität und Inszenierung zugleich. Es wurde tatsächlich in einem Schutzkeller aufgeführt.
Kurz vor dem offiziellen Ende der Belagerung von Sarajevo feierte das Stück «Memoari Mine Hauzen» 1996 seine Premiere. Das Ensemble reiste für Gastspiele nach Polen, Schweden und Deutschland.
Für Nejra Babic bedeutet Theater eine neue Welt, die man sich erschaffen kann, wenn es einem in der Realität zu bunt oder eben zu trist wird.
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Anfang März 1992 begannen die Belagerung und der Beschuss von Sarajevo. Nicht mal einen Monat später haben Kunstschaffende das Sartr, das Kriegstheater Sarajevo, gegründet. Wieso?

Sich verstecken! Schliesslich regnete es Granaten ...

Rundherum tobte der Krieg, und im ersten Stück ging es um Sicherheit?

«Jeder Zuschauer rannte zwischen Scharfschützen und Granaten zur Aufführung.»

Nejra Babic, Dramaturgin

Wie muss man sich denn eine Premiere oder Theateraufführung im Krieg vorstellen?

Das bedeutete also, dass sich die Theaterbesucher einer grossen Gefahr aussetzen mussten, um sich ein Stück anzusehen.

Knapp ein Jahr nach seiner Gründung wurde das Sartr offiziell anerkannt als Institution von spezieller Wichtigkeit für die Verteidigung Sarajevos. Wie verteidigte das Sartr die Stadt?

Das Sartr war das einzige Theater, welches ohne grössere Unterbrüche während des ganzen Beschusses von Sarajevo spielte. Dachte das Ensemble nie ans Aufhören – weil es zu gefährlich oder zu anstrengend war?

«Das Theater ist ein Ort, der uns neue Welten erschaffen lässt, wenn die Welt, in der wir leben, zu schwer zu ertragen wird.»

Nejra Babic, Dramaturgin

Welchen Einfluss hatte das Theater während des Krieges auf die Leute von Sarajevo?

Während des Krieges war das Sartr ein Ort und eine Form des Widerstandes. Wogegen ist dieser Widerstand heute gerichtet? Wieso ist es heute wichtig?

«Jedvanosimsoboakalomistobo», Ihr Stück, das Sie in der Schweiz, in Zürich, zeigen werden, hat den wohl längsten Namen in der Theatergeschichte. Wofür steht er?

Das Stück ist als Sozialkomödie gelabelt, trotz all der schwierigen Lebensumstände, welchen die Menschen in Bosnien und Herzegowina ausgesetzt sind. Ist Humor die einzige Antwort auf Absurdität?

Was ist Ihre Botschaft, die Botschaft des Sartr?