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«Aida» – Liebe in Zeiten der sinnlosen Gewalt

Am Theater Basel hat Giuseppe Verdis Oper «Aida», die am 1. Oktober zu einer SF-Fernsehproduktion wird, ihre Premiere gefeiert.

Sopranistin Rena Harms zeigt ihre Blutigen Hände: SVP-Grossrat Heinrich Ueberwasser stört sich am Einsatz von Kindern in einer «blutig-alptraumhaften Szene».
Sopranistin Rena Harms zeigt ihre Blutigen Hände: SVP-Grossrat Heinrich Ueberwasser stört sich am Einsatz von Kindern in einer «blutig-alptraumhaften Szene».
Hans-Jörg Michel/Theater Basel
Die Sopranistin Angeles Blancas. Die Tochter spanischer Opernsänger, gibt die Aida…
Die Sopranistin Angeles Blancas. Die Tochter spanischer Opernsänger, gibt die Aida…
Hans-Jörg Michel/Theater Basel
Angeles Blancas und Michelle De Young.
Angeles Blancas und Michelle De Young.
Hans-Jörg Michel/Theater Basel
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Als packende, surreale Bilderfolge zeigt das Theater Basel «Aida». Der erste Eindruck ist spektakulär: Wir blicken in ein gigantisches Fussballstadion (Bühnenbild: Rebecca Ringst). Die Werbebanden an den Wänden - Migros, Manor, Ricola, Tele Basel, Basler Zeitung - lokalisieren es im Hier und Heute.

In den blauen Schalenstühlen, die sich bis über den Orchestergraben ziehen, sitzt das gesamte Ensemble in heutigen Kostümen. In der VIP-Lounge über der rückwärtigen Tribüne warten halbnackte Gefangene, gefesselt und geknebelt. Die Aufführung beginnt überraschend mit der Hymne des Triumphbilds, die allerdings bald abbricht. Bild und Musik setzen ein deutliches Signal: Es geht um Krieg und Kollektiv, Masse und Macht.

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