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Es überlebt nur, wer sich abhärtet

Das Basler Schauspiel taucht in die Welt der ungarisch-schweizerischen Autorin Agota Kristof ein. Es ist eine kriegerische Welt.

Suchte in radikaler Weise ihre eigene Stimme: Agota Kristof († 2011). Foto: Walter Pfäffli

Suchte in radikaler Weise ihre eigene Stimme: Agota Kristof († 2011). Foto: Walter Pfäffli

Mit vier Jahren liest sie. Alles, was Buchstaben hat und ihr vor die Augen kommt. Zettel, Plakate, Zeitungen. Bücher natürlich. Ihre Sprache ist Ungarisch, sprachhistorisch gesehen ein kurioses Idiom, man muss schon Ungar sein, um es wirklich zu durchdringen. Als Vierjährige kann sich Agota Kristof nicht vorstellen, «dass es noch eine andere Sprache geben könne, dass ein Mensch ein Wort sprechen könne, dass ich nicht verstehe». Sehr bald wird vieles geschehen, das Agota nicht versteht. Sie wächst in Köszeg auf, mit dem Burgenland in Sichtweite. Also Hitler-Österreich. Es ist Herbst 1939.

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