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Rache ist süss, Mozart ist süsser

Das Theater Basel zeigt «Le nozze di Figaro» als Labyrinth, das mit fortlaufender Intrige gross und grösser wird. Das Mass an Absurdität ist hinreissend.

Wer hat die Rosen zertrampelt? Von links: Gärtner Antonio (Flavio Mathias), Graf Almaviva (Thomas Lehman), Figaro (Antoin Herrera-Lopez Kessel), Susanna (Sarah Brady) und die Gräfin (Oksana Sekerina).
Wer hat die Rosen zertrampelt? Von links: Gärtner Antonio (Flavio Mathias), Graf Almaviva (Thomas Lehman), Figaro (Antoin Herrera-Lopez Kessel), Susanna (Sarah Brady) und die Gräfin (Oksana Sekerina).
Lucia Hunziker

Das Bühnenbild scheint einem Kafka-Roman entsprungen: die Wände – durchlässig; die Architektur – labyrinthisch; die Perspektive – gebrochen; die Zeit – irgendwie beängstigend; die Stimmung– nicht nett.

Man beäugt sich gegenseitig, sinnt auf Rache, schmiedet Pläne, ohne dass jemand das grosse Ganze durchschauen würde. Nur in einem Punkt sind sich die Sänger kurz vor der Pause einig: «Son confusa». Sie schleudern dem Publikum ihre Konfusion mit voller Wucht entgegen.

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