Zum Hauptinhalt springen

Zucchero eröffnet Welttournee in Zürich

Mit einem Konzert im ausverkauften Zürcher Hallenstadion hat der italienische Sänger Zucchero am Montagabend das Publikum begeistert.

Der italienische Sänger Zucchero am Samstag, 2. April 2011, in der Bodensee-Arena in Kreuzlingen.
Der italienische Sänger Zucchero am Samstag, 2. April 2011, in der Bodensee-Arena in Kreuzlingen.

Die Italien-Sehnsucht scheint unstillbar: Das derzeit eher verkalkte Land mag nicht mehr so recht als Projektionsfläche für Träume taugen, umso besser funktioniert Nostalgie. Am Montag hat Zucchero in ein vergangenes, schöneres Italien eingeladen.

«Chocabeck World Tour 2011» heisst die aktuelle Tournee des italienischen Sängers, die wie diejenigen vor ihr in der Schweiz beginnt. Hier sei er das erste Mal von einem grossen Publikum ausserhalb Italiens geliebt worden, erklärte Zucchero die Tradition gegenüber der Sendung «10 vor 10» des Schweizer Fernsehens.

Die Liebe zu dem Barden hält unvermindert an: Das Publikum jubelt, als sich zu Beginn des Konzerts im ausverkauften Zürcher Hallenstadion ein riesiger Reisekoffer öffnet und den Blick auf die Bühne freigibt. Der Ausflug in den Süden kann beginnen.

Unter zahlreichen golden leuchtenden Glocken spielt Zucchero zuerst die Songs seines aktuellen Albums, darunter das Titelstück «Chocabeck». In Liedern wie «Un Soffio Caldo» (ein warmer Hauch) lässt der 55-Jährige das Italien seiner Kindheit aufleben.

Zuckersüsse Bühnenshow

«Al mio paese - Vedo fiorire il buono» (da, wo ich herkomme, sehe ich das Gute gedeihen), heisst es etwa in «Il Suono Della Domenica» (Klang des Sonntags). Bei «Alla Fine» sind auf der Videowand zwischen nachgebauten Torbögen weite Felder zu sehen, auf denen sich das volle Getreide sanft im Wind bewegt.

Farbige Schmetterlinge tanzen in der Folge, bunte Blätter und Glühwürmchen beim Song «God bless the Child». Zucchero, der nach eigenen Angaben so heisst, weil ihn einst eine Lehrerin besonders süss fand, macht seinem Namen mit dieser Show alle Ehre.

Das Publikum, in dem nicht viele Besucher unter 30 auszumachen sind, begleitet ihn von Beginn weg begeistert auf seinem nostalgischen Trip. In der zweiten Konzerthälfte geht es dann weniger um das ländliche Italien als um das Hier und Jetzt.

«The night is on fire»

Zur rockigen Nummer «Bacco perbacco» werden Tanzszenen eingeblendet, die auch die Zuschauer auf den Sitzplätzen mitreissen. Spätestens bei «Baila Moreno» (2006) gilt, was Zucchero singt: «The night is on fire» (diese Nacht ist feurig).

Publika mit deutlich tieferem Altersdurchschnitt feiern längst nicht so ausgelassen wie die Fans des Italieners am Montag in Zürich. Der macht klar, dass ihn sein Tourneeauftakt auch diesmal nicht enttäuscht: «Ein wunderbarer Abend.»

Als Zugabe bietet der Sänger, der mit einer eindrücklichen Begleitband unterwegs ist, seinen wohl grössten Hit «Senza Una Donna» aus dem Jahr 1991 sowie - als Hommage an den 2007 verstorbenen Freund Luciano Pavarotti - «Miserere». Unter Konfettiregen schliesst sich der Koffer.

Zucchero, der nach eigenen Angaben so heisst, weil ihn einst eine Lehrerin besonders süss fand, zählt auch diesmal auf seine Schweizer Fans - und bietet ihnen etliche Möglichkeiten, eines seiner Konzerte zu besuchen: Am Dienstag ist er erneut in Zürich zu sehen, Mitte Juni steht er in Genf auf der Bühne, am am 9. Juli ist er in Murten und Mitte Juli in Locarno.

SDA/phz

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch