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Steh auf, sterbender Cowboy

Er spielt Gitarre bei Tom Waits und John Zorn, doch in seinem neuesten Programm widmet sich Marc Ribot dem musikalischen und politischen Aufruhr. Am Jazzfestival Willisau spielte er seine «Protest Songs».

«Man muss anerkennen, eine menschliche Jukebox zu sein»: Marc Ribot. Foto: Herbert Zimmermann (13 Photo)
«Man muss anerkennen, eine menschliche Jukebox zu sein»: Marc Ribot. Foto: Herbert Zimmermann (13 Photo)

Als hätte es noch eines Beweises bedurft, wie schwierig es geworden ist, einen Protestsong zu singen, entgleitet Marc Ribot das Metallröhrchen und verschwindet zwischen Kabeln und abgelegten Textblättern. Es ist Sonntagnachmittag, der New Yorker Musiker sitzt auf der Bühne des Jazzfestivals in Willisau und weiss nun nicht, wie er das nächste Stück spielen soll. Also greift er zum Smartphone, um damit über die Gitarre zu sliden. Im Wissen, dass so ein Telefon nicht nur handlich und vielseitig ist, sondern auch für weniger hippe Seiten der digitalen Revolution steht, über die der Musiker heute singt und spricht.

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