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Play/Listen: So klingt Frust

Der Soundtrack zu Roger Federers Niedergang: Wie suchen und spielen Songs übers Scheitern. Der beste Beitrag wird prämiert.

«What a Waster»: Carl Barat, Pete Doherty von den Libertines.
«What a Waster»: Carl Barat, Pete Doherty von den Libertines.

Roger Federer klang frustriert, als er nach seinem Achtelfinal-Aus bei den US Open gegen Tommy Robredo zu erklären versuchte, warum er gescheitert war: «Er musste noch nicht einmal aussergewöhnliche Sachen machen, um mich zu schlagen.» So klingt Frust.

Scheitern – auch ein Thema in der Musik. Gerade in der Musik! Kaum eine Art des Verlierens oder Versagens, die von Sängern nicht erforscht worden ist. Zuoberst auf dieser Liste steht natürlich die Liebe (und zuoberst bei den tragischen Liebessongs steht Joy Divisons «Love Will Tear us Apart»).

Die offensichtlichsten Vertreter des heutigen Themas nehmen wir gleich vorweg: Becks «Loser» und «Creep» von Radiohead. Sie müssen sich also schon ein bisschen mehr anstrengen, wenn Sie Wochensieger werden müssen. Wir suchen Songs, die die Einsamkeit, die Niederlagen innewohnt, transportieren: Lieder, die die Bitterkeit von gescheiterten Träumen wiedergeben.

Hier ein Beispiel: Roger Daltrey von The Who weigerte sich einst, den von seinem Gitarristen Pete Townsend komponierten Song «However Much I Booze» zu singen. Der Text, die resignierte Klage eines Alkoholikers, sei viel zu persönlich, um ihm gerecht zu werden. «I don't care what you say, there ain't no way out», heisst es darin, «I just can't face my failure, I'm nothing but a well-fucked sailor.»

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