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Opernfans müssen auf Elefanten-Spektakel verzichten

Der Semperopernball will bei der heutigen Parade auf dem Dresdner Neumarkt keine Dickhäuter auflaufen lassen.

Als zu gefährlich eingestuft: Elefantenparade in Zürich am 8. Mai 2010.
Als zu gefährlich eingestuft: Elefantenparade in Zürich am 8. Mai 2010.
Keystone

Die Sicherheit aller Beteiligten stehe an erster Stelle. Elefanten könnten zu einer Gefahr werden, würden sie etwa durch Trillerpfeifen provoziert, hiess es. Gegen den friedlichen Umzug mit drei Elefantendamen wurden in den vergangenen Tagen und Stunden Proteste vorbereitet, die den Angaben nach Demonstranten und Zuschauer gefährdet hätten.

Die Tierschutzorganisation Peta dankte Veranstalter Hans-Joachim Frey für «die tier- und menschenfreundliche Entscheidung». Es sei ein klares Signal für die Zirkusbranche, sagte Peta-Wildtierexperte Peter Höffken. Eine tierquälerische Zurschaustellung von Elefanten nannte er nicht mehr zeitgemäss. Protestaktionen gegen die Parade, welche die Besucher oder Elefanten gefährdet hätten, seien zu keinem Zeitpunkt geplant gewesen.

Die Tierrechtsorganisation hatte bereits am Dienstag gefordert, den Auftritt zum Schutz der Elefanten und Menschen abzusagen. In einem Schreiben an den Veranstalter Hans-Joachim Frey und Kunstministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) verweis die Organisation eigenen Angaben nach darauf, dass die Elefanten beim Training systematisch misshandelt würden, um den Anforderungen gerecht zu werden. Das mache die Tiere aggressiv und unberechenbar.

Zum abendlichen Ball in der Semperoper werden 2200 Gäste erwartet, vor dem Haus bis zu 10'000 Menschen. Zahlreiche Prominente haben sich angekündigt, darunter auch der französische Star-Schauspieler Gérard Depardieu («Der Mann mit der eisernen Maske»), der auf dem Ball den St.-Georgs-Orden für sein Lebenswerk erhält. Ein Höhepunkt des Open-Air-Balls ist ein Weltrekordversuch: 1511 Tanzpaare sollen sich auf dem Theaterplatz gleichzeitig drehen. Ziel sei es, damit den bisherigen Tanzrekord aus Bosnien und Herzegowina zu brechen.

dapd

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