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«Lauf nicht den Führern nach»

Teil 1 der Video-Serie zum 70. Geburtstag von Bob Dylan: 1965 brachte der damals 24-Jährige gleich zwei Platten heraus. Die Single «Subterranean Homesick Blues» war das erste Musikvideo der Musikgeschichte.

«Subterrean Homesick Blues», 1965: «Ich hab ein paar Songs geschrieben, die mir richtig Angst machen», so Bob Dylan zur LP «Bringing It All Back Home». Quelle: Youtube

1965 war Bob Dylan erst 24, aber bereits ein Superstar. In diesem Jahr brachte der Mann mit dem bürgerlichen Namen Robert Zimmermann gleich zwei Vinyl-Scheiben heraus. Das in nur drei Tagen produzierte «Bringing It All Back Home» (Dylans fünftes Album) und «Highway 61 Revisited» - sie haben die Musik der Rockgeschichte mehr verändert als alle anderen LPs zuvor und danach (zumindest bis zu «Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band» von den Beatles).

Empörung in der Folk-Szene

Dylan drehte zur Singleauskopplung von «Subterranean Homesick Blues» einen Clip, der als erstes Musikvideo überhaupt gilt. In den Billboard Charts erreichte der Song Platz 39. Dylan singt: «Lauf nicht den Führern nach, füttere lieber die Parkuhren (...) Du brauchst kein Meteorologe zu sein, um zu wissen, woher der Wind weht.»

Spätestens seit «The Times They Are A-Changin» von 1964 und «The Freewheelin' Bob Dylan» mit dem Anti-Kriegslied «Masters Of War» (siehe linke Spalte) galt Dylan als Guru der Protestbewegung - mit der Elektrifizierung der Gitarre. Während er dies auf «Highway 61 Revisited» noch zelebrierte, streifte Dylan mit den neuen Scheiben diese Etikette ab: «Bringing It All Back Home» und vor allem «Highway 61 Revisited» war für seine damalige Gefolgschaft ein Verrat an der Folkmusik.

«Ich hatte es einfach satt, alleine Gitarre zu spielen»

Im «Newsweek» sagte Bob Dylan zu «Subterranean Homesick Blues» 1965: «Ich hatte da ein Lied, 'Subterrean Homesick Blues'. Es klang einfach nicht, wenn ich es alleine spielte. Ich habe es auf dem Klavier versucht, auf dem Cembalo. Ich habe es als Blues versucht. Auf der Orgel und auf dem Kazoo. Aber mit Begleitung hat es genau gepasst. Ich habe mich kein bisschen verändert. Ich hatte es einfach satt, alleine Gitarre zu spielen.»

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