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Kiss im Hallenstadion – ein letztes Mal Blut gespuckt

Die Hardrocker sind auf Abschiedstour. In Zürich wars ein Goodbye voller Blutvergiessen, Liebe – und einem besonders schweren Moment.

Hardrock der hemdsärmligeren Art: Gene Simmons von Kiss in Zürich. Fotos: Urs Jaudas

Hardrock der hemdsärmligeren Art: Gene Simmons von Kiss in Zürich. Fotos: Urs Jaudas

Ane Hebeisen

Die Stimme singt nun in den höchsten Tönen die wohl schwülstigste Liebesbekundung der Popgeschichte: «Ich bin gemacht, um dich zu lieben, Baby», schmachtet sie. Der dazugehörige Körper will mit Schwülstigkeit und Liebe jedoch so rein gar nichts zu tun haben. Er steckt in einem martialischen Metallpanzer mit zerstörerischen Zacken im Schulterbereich. Um den Mund des sinister geschminkten Gesichts finden sich noch Reste von Theaterblut, und zwischenzeitlich schnellt aus diesem Mund eine Zunge, die so lang ist, dass sie beinahe bis übers Kinn reicht. Körper und Stimme gehören Gene Simmons, dem Bassisten der Gruppe Kiss. Und er befindet sich gerade in jenem Moment des Auftritts, den er am meisten verachtet.

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