Zum Hauptinhalt springen

Herbert Grönemeyers Wunschkonzert

Wenn Herbert Grönemeyer auf der Bühne steht, dann wird es herzlich, rührig, schweisstreibend. So auch in der Zürcher Maag Event Hall.

Herbert Grönemeyer live (hier in Berlin im Jahr 2011).
Herbert Grönemeyer live (hier in Berlin im Jahr 2011).

Wenn Herbert Grönemeyer auf der Bühne steht, dann wird es herzlich, rührig, schweisstreibend. Das kann man, nach 30 Jahren Bühnenpräsenz und unzähligen Besuchen in der Schweiz, so als gegeben festhalten. Auch sein Konzert am Sonntagabend in der für seine Begriffe «kleinen» Maag Event Hall bildete da keine Ausnahme von der Regel. Gemeinsam mit seiner sechsköpfigen Band beging er hier, vor 3000 gebannten Zuhörerinnen und Zuhörern und vielen beinharten Fans, den Abschluss seiner Jubiläumstournee.

Diesmal sollten jene Songs aus seinem Repertoire gespielt werden, die sonst bei den Konzerten zu kurz kommen. Die Fans hatten bereits vor dem Konzert auf der Website des Künstlers Wünsche anbringen und abstimmen können. Dennoch liess sich Grönemeyer die Leitung des Abends von seinen Anhängern nicht aus der Hand nehmen. Er begann zügig, gradlinig, schnörkellos mit «Fisch im Netz» aus dem Jahr 1993. Bald aber wurde das Programm reicher und verschlungener, spickte Grönemeyer seinen Vortrag mit den typischen, unnachahmlichen Posen und Gesten und Geschichten rund um die Entstehung der Songs.

Eingespieltes Ensemble

Zum Teil ging es chronologisch voran, wurden in intimem Setting am Bühnenrand die Anfänge und Rückschläge rekapituliert, die Konzerte von 14 verirrten Gestalten etwa oder der frühe Rausschmiss von der Plattenfirma. Dann wieder sprang das eingespielte Ensemble hin und her durch die Jahre: hier ein dezenter Reggae-Beat aus der Frühzeit, da ein entspannter Groove, ein Schunkellied mit Akkordeon oder ein trauriges Solostück am E-Piano. Und auch ein paar seiner Hits waren zu hören: «Kinder an die Macht» zum Beispiel, der Wiedervereinigungssong «Luxus» oder «Ich dreh mich um dich».

Die Entdeckungen des Abends waren jedoch die Tiefe seines ungeheuer grossen Repertoires: Kleinode wie «Diamant» von 1983, Meisterstücke wie «Letzte Version» oder unverblümt scharfe Nummern wie «Moccaaugen» – der schwitzende, röhrende Grönemeyer hat sie alle.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch