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Fragender Blick auf die Nazi-Zeit

Der Basler Musikbahnhof Gare du Nord setzt kommende Saison einen Schwerpunkt auf die Epoche der beiden Weltkriege.

Im Musiktheaterstück «Alles klappt» geht es um ein Spiel mit Erinnerungen: Welche Geschichten würden Gegenstände erzählen, wenn sie eine Stimme hätten? Premiere ist am 19. Oktober im Gare du Nord.
Im Musiktheaterstück «Alles klappt» geht es um ein Spiel mit Erinnerungen: Welche Geschichten würden Gegenstände erzählen, wenn sie eine Stimme hätten? Premiere ist am 19. Oktober im Gare du Nord.
Armin Smailovic

Das Kulturzentrum Gare du Nord konnte in den vergangenen ­Jahren seine Besucherzahlen kontinuierlich steigern, so auch in der letzten Saison. Die durchschnittliche Auslastung der Veranstaltungen lag bei 78 Prozent, was einer Steigerung von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Gut angekommen sind nicht nur die Konzerte und Musiktheater, die im «Bahnhof für Neue Musik» stattfanden, sondern auch die Anlässe für Kinder und Jugendliche im Rahmen vom «gare des enfants». Besonders für Schulklassen gibt es viele Veranstaltungen, und neu wird es in der kommenden Saison auch eine Weiterbildung für Lehrer im Bereich Neue Musik geben.

Spurensuche

Ein wichtiger Schwerpunkt der neuen Saison ist die Veranstaltungsreihe «Later Born». In Musiktheatern, Konzerten und Diskussionen wird ein fragender Blick auf die Zeit der beiden Weltkriege und des National­sozialismus geworfen. Am 19. Oktober wird dazu das Musiktheater «Alles klappt» aufgeführt. Die Produktion wurde von Ondrej Adámek und Katharina Schmitt entwickelt und spielt mit der Idee, welche Geschichten Gegenstände erzählen könnten, hätten sie eine Stimme. Inspiriert wurde Adámek durch seine eigene Suche nach Spuren seiner Verwandten, von denen viele im Holocaust umkamen.

Neben dem Projekt «Later Born» laufen in der kommenden Saison auch die Reihen «Musiktheaterformen» sowie «Von Zeit zu Zeit» weiter. Während in der ersten verschiedene Musiktheater aufgeführt werden, spielen in der letzten Musiker Konzerte, die Kompositionen verschiedener Zeiten miteinander verbinden.

Das Mondrian-Ensemble und das Ensemble Phoenix Basel werden eine weitere Saison lang Konzerte im Gare du Nord spielen. Neu hinzu kommt hingegen das Ensemble Contrechamps aus Genf als Ensemble der Saison. In drei Konzerten wagen sich die Musiker an aussergewöhnliche Kompositionen heran, so an ein Stück der gehörlosen Klangkünstlerin Christine Sun Kim. Einen Gegenpol zur Neuen Musik bietet die Kammermusikreihe «Promenaden», bei der Musiker des Sinfonieorchesters Basel klassische Werke präsentieren.

Infos und Vorverkauf: garedunord.ch

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