Zum Hauptinhalt springen

Der weltfremde Weltumarmer

Vom Wunderkind zum Wahnsinnigen: Das Leben von David Helfgott ist eine kraftvolle Story, um die sich kraftloses Klavierspiel rankt.

Mit normalen Kriterien einer Konzertrezension wird man diesem Künstler nicht gerecht: Pianist David Helfgott vor einem Auftritt in Spanien. (29. Mai 2006)
Mit normalen Kriterien einer Konzertrezension wird man diesem Künstler nicht gerecht: Pianist David Helfgott vor einem Auftritt in Spanien. (29. Mai 2006)
Jose Simal, Keystone

Muss man sich mit David Helfgott nochmals befassen? Ist da nicht schon alles gesagt worden? Millionen Menschen kennen sein Schicksal aus dem Film «Shine», der die Reise des Wunderkindes in die geistige Umnachtung und bis zum Happy End bewegend erzählt. Der Film wurde weltberühmt. Und der dargestellte David Helfgott auch. Im Fahrwasser des Filmerfolgs konnte er durch lange Tourneen eine steile Konzertkarriere lancieren, und seine CD-Einspielungen finden unter seinen Anhängern grossen Absatz. Und wer heute, achtzehn Jahre nachdem «Shine» einen Oscar erhielt, etwa im Rahmen von Helfgotts Auftritt vom Mittwochabend in der Zürcher Tonhalle, in seine Hautnähe ­gerät, spürt, dass dieser liebenswerte Sonderling immer noch so heillos durch die Umwelt tänzelt, wie ihn der ebenfalls Oscar-prämierte Geoffrey Rush im Film dargestellt hat.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.