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Der Tanz auf der Ü-100-Party

Im Internet ist seit kurzem eine Sammlung mit über 10'000 Musik- und Comedynummern von 1901 bis 1925 frei zugänglich. Sie erlaubt einen neuen Blick auf die Anfänge der amerikanischen Popkultur.

Noch ohne Mikrofone: Undatierte Aufnahme mit dem Hausorchester der Plattenfirma Victor und seinem Musikalischen Direktor Rosario Bourdon (ganz links).
Noch ohne Mikrofone: Undatierte Aufnahme mit dem Hausorchester der Plattenfirma Victor und seinem Musikalischen Direktor Rosario Bourdon (ganz links).
Library of Congress

Es waren die ersten Stars, die man auch zu Hause in der Stube bewundern konnte, aber bis auf wenige Ausnahmen hat man sie vergessen. Die Musik von Stella Mayhew, Billy Murray oder Bert Williams lagerte in den Archiven der Plattenfirmen, weggeschlossen. Wenn nicht sogar weggesprengt wie im Falle von RCA, dem Musikkonzern, der Anfang der 60er-Jahre sein Lager in New Jersey gar nicht erst räumte, bevor er es pulverisierte. Die Trümmer wurden in den Delaware River geschaufelt, um darüber einen neuen Pier zu bauen – und mit ihnen Tausende von Masteraufnahmen von Victor, einer Plattenfirma, die von 1901 bis 1929 existiert hatte.

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