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Das Reh in der Zuckerwatteschlampe

In unserer Serie «Lässige Sünden» beichten Redaktion Tamedia-Journalisten Kultursünden. Heute: Britney Spears.

Maximal wandelfähiges Popmaschinchen: Britney Spears.
Maximal wandelfähiges Popmaschinchen: Britney Spears.
Getty
Mal gestürzter, mal veritabler Engel: Ein Bild aus Spears' Las Vegas-Show «Britney: Piece of Me» (27.12.2013)
Mal gestürzter, mal veritabler Engel: Ein Bild aus Spears' Las Vegas-Show «Britney: Piece of Me» (27.12.2013)
Keystone
Jeans, so weit das Auge reicht: Spears mit Ex-Freund Justin Timberlake im Januar 2001.
Jeans, so weit das Auge reicht: Spears mit Ex-Freund Justin Timberlake im Januar 2001.
Keystone
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Mein Laster? It’s Britney, Bitch! Und zwar gleich doppelt: Britney für die Ohren, Spears aufs Auge, sozusagen, denn: Nirgendwohin lässt es sich besser kurz mal der Realität entfliehen – und das muss halt hin und wieder sein! – als in Brits Videoclip-Universum aus Plastik, Puder und Kunstleder.

Nun will ich nicht ausschliessen, dass dies eine Langzeitreaktion (beziehungsweise -kompensation) darauf ist, dass meine engagierten Eltern mich nicht mit Mein-kleines-Pony-Figuren spielen liessen, weil sie fürchteten, dickliche Plastikpferdchen mit bonbonfarbenen Mähnen und erdbeerverzierten Hintern könnten meiner intellektuellen wie ästhetischen Entwicklung hinderlich sein, womit sie vermutlich recht hatten. Das Verbot galt übrigens auch für die «Transformers», diese sich zu Fahr- und Flugzeugen zusammenfaltenden Trickfilmroboter, da diese permanent aufeinander schossen. (Überflüssig zu sagen, dass, als die mechanischen Monster unlängst fürs Kino adaptiert wurden, ich bereits in der Vorpremiere glückselig dem Klang von Geballer und sich transformierendem Metall lauschte.)

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