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Convenient, aber nicht alive

Die Ecken und Kanten sind dem Norweger Erlend Øye in Sizilien vielleicht abgeschmolzen. Sein Konzert bot dennoch Höhepunkte.

Musik wie Softeis: Erlend Øye mit Band im Kaufleuten (7. Oktober 2014).
Musik wie Softeis: Erlend Øye mit Band im Kaufleuten (7. Oktober 2014).
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Wer rastet, der rostet: Dieses durchaus sinnige Bonmot machte sich der fidele norwegische Genius Erlend Øye früh zum Lebensmotto, geografisch wie musikalisch. Also zog er vom heimischen Bergen hinaus in die Welt, sozialisierte sich in den Clublands von «Madchester», kehrte zurück, ging für ein paar Lenze nach Berlin, dann folgten Stippvisiten in São Paulo, Mexiko, Bangkok – bis er vor Jahresfrist schliesslich in der sizilianischen Stadt Syrakus strandete. Vielerorts hinterliess er bebende Erden und Seelen, was er wagte, das gewann: Mit den Kings of Convenience wars ein inniger Neo-Folk, mit der Combo The Whitest Boy Alive ein grooviger Indie-Pop, als DJ und Soloartist eine tanzbare Electronica.

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