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Coldplay machten Hallenstadion zum Club

Coldplay suchten am Sonntagabend im Zürcher Hallenstadion mit Erfolg die Nähe zum Publikum.

Nicht selten bildet der Bühnengraben einen unüberwindbaren Abstand zwischen Band und Publikum. Die britische Band Coldplay wusste diesen bei ihrem Konzert am späten Sonntagabend im Hallenstadion aber spielend zu überbrücken. Mit Lockerheit, Spielfreude und ihrem Mitteilungsdrang zogen sie die dreizehntausend Zuschauer in der ausverkauften Halle in ihren Bann.

Strokes-Gitarrist Albert Hammond, der mit seiner Band das musikalische Programm eröffnete, hatte bereits am Nachmittag gesagt: «Ich begleite Coldplay seit siebzehn Konzerten. Und ich bin immer wieder erstaunt, wie diese Band es schafft, in riesigen Hallen Intimität zu erzeugen.» Es sei jedes Mal so, als würden sie in einem kleinen Club spielen. Und so war es dann auch gestern wieder: Vom ersten Lied an fesselte Sänger Chris Martin und seine Band das Publikum. Einige lockere Sätze in Schweizerdeutsch und sein unprätentiöser Tanzstil taten das Ihre dazu. Die vier Engländer eröffneten mit der Single «Violet Hill». Bereits beim dritten Song rief Martin: «I think this gonna be a good one!»

Bühne dezent gestaltet

Die Bühne war simpel gestaltet, ohne Aufbauten, die hätten von der Musik ablenken können. Und immer wieder fand Coldplay in deren Mitte zum Spiel zusammen. Die Show gehörte Martin und dem Licht: Die melancholischen Songs wurden durch eine Lichtshow in wechselnde Farben getaucht. Sechs riesige Ballone senkten sich über den Publikumsraum herab und erstrahlten mal in rotem, gelbem und violettem Licht. Sie erinnerten mal an Lampions, dann wieder an Planeten.

Musikalisch behielten meist Martins hohe Stimme und das treibende Spiel von Schlagzeuger Will Champion die Überhand. Der Höhepunkt des Abends war der Titelsong «Viva La Vida», dem Champion einen groben, an aktuelle Dance Music erinnernden Beat mit auf den Weg gab.

Als sich die vier danach ihren Weg durch das Publikum bahnten, um auf einer winzigen Plattform auf dem Zwischenrang zwei Songs zu spielen, erreichte der Abend seinen atmosphärischen Gipfel.

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