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Blue Balls: Auslastung der Konzerte ging zurück

Das Luzerner Blue Balls Festival kann zwar mit einem kleinen Gewinn schliessen. Doch der OK-Chef sagt: «Der Markt ist gesättigt, die Kaufkraft erschöpft.»

War eines der Highlights in Luzern: Melanie Fiona.
War eines der Highlights in Luzern: Melanie Fiona.
Keystone

Rund 100'000 Personen haben das diesjährige Luzerner Blue Balls Festival besucht, das am Samstagabend zu Ende ging. Bei den Hauptkonzerten im KKL ging die Auslastung von 88 auf 78 Prozent zurück. Dennoch zieht Festivalchef Urs Leierer eine positive Bilanz.

Gründe für den Frequenzrückgang bei den Konzerten im Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL) sieht Leierer in einer Überfülle von Konzerten, Festivals und Grossveranstaltungen in der Schweiz. «Der Markt ist gesättigt, die Kaufkraft erschöpft.»

Art Battles ein Erfolg

Das Programm mit vermehrt jüngeren, weniger bekannten Musikern und Musikerinnen dürfte ebenfalls zum Resultat beigetragen haben. An diesem Konzept will Leierer aber festhalten. Nur arrivierte und etablierte Künstler zu bringen, interessiere ihn nicht, erklärte der Blue-Balls-Chef.

Insgesamt aber zieht Leierer eine positive Bilanz. Zu den Highlights zählt er unter anderem die Konzerte von Everlast, Apocalyptica, Mike Patton, Melanie Fiona und Morcheeba with Skye. Auch seien die Art Battles und die neue, tägliche Talk-Reihe «Meet the Artists» mit Hannes Hug beim Publikum sehr gut angekommen.

Lob von Musikern

Viel Lob hört Leierer zudem von Seite der Künstler und ihrer Manager. Positiv hervorgehoben werde das einmalige Ambiente des Festivals rund um die Luzerner Seebucht, aber auch die Organisation.

Erleichtert ist Leierer, dass die Rechnung der 18. Festivalausgabe mit einem kleinen Gewinn schliesst. Dies obwohl der Verkauf der Pins, mit denen das Publikum die frei zugänglichen Openair-Konzerte unterstützen kann, gegenüber dem Vorjahr von 92 auf 80 Prozent zurückgegangen ist.

Enttäuscht stellt Leierer fest, dass offenbar immer mehr Leute es als selbstverständlich ansehen, Konzerte gratis zu konsumieren. Dennoch will er auch im nächsten Jahr mit unverändertem Konzept weitermachen.

SDA/sam

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