Die Nominierten zum zweiten Basler Pop-Preis

Anna Aaron, Brandhärd, Das Pferd, James Gruntz und The Bianca Story: So heissen die Anwärter und Anwärterinnen auf den zweiten Basler Pop-Preis, der am 17. November vergeben wird.

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«Beim Pop-Preis geht es darum, jene Musiker und Musikerinnen zu fördern, die sich ein funktionierendes Business-Umfeld aufgebaut haben, entsprechend viele Konzerte spielen und vor einem grossen Karrieresprung stehen», erinnert Dänu Siegrist von der Geschäftsstelle des Rockfördervereins der Region Basel (RFV). In diesem Sinne hätte der erste Basler Pop-Preis 2010 nicht an einen würdigeren Kandidaten gehen können: Die Post-Grunge-Band Navel hatte sich bereits quer durch Europa gespielt und mit ihrem Debütalbum «Frozen Souls» international viel Aufmerksamkeit erregt.

Heuer hat die zuständige Fachjury die düstere Rocksängerin Anna Aaron, die Mundart-Rapper Brandhärd, die Electro-Absurdisten Das Pferd, den sensiblen Singer-Songwriter James Gruntz und die Art-Pop-Band The Bianca Story für den zweiten Basler Pop-Preis nominiert. Wer schliesslich das Rennen macht, das entscheidet das fünfköpfige Männergremium erst kurz vor der Preisverleihung am 17. November.

Ein Preis der Spitzenförderung

Wie im Vorjahr hat die Zusammensetzung der Jury für Kritik gesorgt. Sie besteht aus Philipp Schnyder von Wartensee (beim Migros-Kulturprozent u. a. für die Durchführung des Musikfestivals «M4Music» verantwortlich), dem Berner Veranstalterveteranen Philippe Cornu (Bierhübeli, Gurten-Festival), Christof Huber (Geschäftsführer des Open Air St. Gallen) und Marius Kaeser (bei der Pro Helvetia für die Popförderung zuständig) und BaZ-Musikredaktor Marc Krebs. An der Branchenkompetenz der Jury zweifelt niemand. Nur fragt sich, ob alle Mitglieder denn die nötige Nähe zur hiesigen Szene mitbringen, um sich einen Überblick über das Musikschaffen am Rheinknie zu machen. Dänu Siegrist entgegnet, dass der Pop-Preis der Spitzenförderung diene: «Wenn die auswärtigen Jurymitglieder einen Künstler nicht kennen, dann kommt dieser für den Preis nicht infrage, weil ihm die nötige nationale Bekanntheit fehlt.»

Die Spitze sei auch gar nicht so breit, fährt Siegrist fort, darum sei es auch nicht erstaunlich, dass Anna Aaron und The Bianca Story bereits zum zweiten Mal nominiert seien. Und auch auf die Tatsache, dass vor allem junge Künstler aufgestellt sind und der Pop-Preis leicht wie ein versteckter Nachwuchspreis wirken könnte, weiss Siegrist eine Antwort: «Jüngere Bands sind halt viel aktiver als die älteren Semester, die seit dreissig Jahren unterwegs sind. Der RFV hat andere Möglichkeiten, gestandene Künstler zu unterstützen.»

Basler Zeitung

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