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20 Jahre Pearl Jam: Vom Tankwart zum Star

Die 20-jährige Geschichte der US-Rockband Pearl Jam dokumentiert der Film «Pearl Jam Twenty», der am 20. September in die Kinos kommt. Bereits jetzt gibt es den Soundtrack.

Vom Erfolg überrumpelt: Der Pearl-Jam-Sänger Eddie Vedder.
Vom Erfolg überrumpelt: Der Pearl-Jam-Sänger Eddie Vedder.

Das Set «Pearl Jam Twenty» wartet mit Mitschnitten von Bandklassikern wie «Alive», «Why Go» und «Betterman» auf. Dabei stösst man auf so manche Perle: etwa auf den Neil-Young-Song «Walk With Me», aufgeführt gemeinsam mit dem Altmeister bei dessen jährlicher Benefizshow, oder «Just Breath», das im Rahmen von «Saturday Night Live» mit viel Gefühl interpretiert wurde.

Ergänzt wird die Rückschau mit Demos. Selbst von der Vorgängergruppe Temple Of The Dog ist eine Nummer enthalten. Ein feines Booklet rundet das Geburtstagspaket ab.

Für seinen Film, der ab 21. Oktober auf DVD zu haben ist, hat der Regisseur und Musikjournalist Crowe auf brandneue Interviews und Archivmaterial zurückgegriffen. Dem Oscar-Preisträger (»Almost Famous») standen dabei mehr als 1200 Stunden seltenes und teilweise unveröffentlichtes Material zur Verfügung.

Crowe und Pearl Jam verbindet eine lange Freundschaft, man arbeitete bereits Anfang der 1990er beim Film «Singles» zusammen.

Live besonders gut

Düster hat die Geschichte von Pearl Jam begonnen - mit dem Herointod von Andrew Wood, dem Sänger der Gruppe Mother Love Bone. Stone Gossard und Jeff Ament, Gitarrist und Bassist dieser Band, starteten daraufhin ein neues Projekt.

Demos landeten in den Händen des kalifornischen Surfers und künftigen Sängers Eddie Vedder, damals Tankwart. «Ten» hiess das Debüt, benannt nach der Rückennummer eines Basketballspielers. Die Grunge-Welle spülte das Album quasi über Nacht in die Charts.

Vom Erfolg überrumpelt, benahmen sich die Musiker, allen voran Vedder, zunehmend introvertiert, ihre Platten wurden verschrobener, zugleich erspielten sich Pearl Jam einen Ruf als einer der besten Live-Acts. Mit dem eingängigen «Backspacer» konnten die Amerikaner 2009 wieder in die Topränge der Albumcharts gelangen.

Roskilde-Drama

Pearl Jam steht auch für Engagement - für politisches und in Sachen Umweltschutz. Legendär wurde der Kampf gegen den US- Monopolisten Ticketmaster.

Die schwärzeste Stunde erlebte die Band am 30. Juni 2000, als während ihres Auftritts im Rahmen des Roskilde Festivals in Dänemark neun Menschen starben. «Man musste alle 30 Sekunden an die Vorfälle denken», schilderte Vedder gegenüber dem britischen Magazin «Q» (Oktober-Ausgabe) die schwere Zeit nach der Massenpanik.

SDA/net

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