100'000 Franken für einen Young God

Er steht für unermüdliches Schaffen, für interdisziplinäre Kulturarbeit: Franz Treichler, Gründer und Sänger der Freiburger Band The Young Gods, erhält den ersten Schweizer Grand Prix Musik.

Seit 1985 mit den Young Gods unterwegs: Franz Treichler während eines Auftritts am Openair Greenfield in Interlaken. (11. Juni 2011)

Seit 1985 mit den Young Gods unterwegs: Franz Treichler während eines Auftritts am Openair Greenfield in Interlaken. (11. Juni 2011)

(Bild: Keystone)

Der 53-jährige Freiburger Franz Treichler strebe auch nach 30 Jahren künstlerischem Schaffen nach neuen Erfahrungen und entwickle zahlreiche Projekte, begründet das Bundesamts für Kultur (BAK) in der Laudatio seine Wahl. Sein neuer Preis, der Schweizer Grand Prix Musik, ist mit 100'000 Franken dotiert.

Treichler arbeitet insbesondere auch Hand in Hand mit Kunstschaffenden anderer Sparten: Er ist der musikalische Leiter der Gilles-Jobin-Gesellschaft für zeitgenössischen Tanz, produziert Alben anderer Musiker, schreibt Kompositionen für Filmproduktionen und vertont Ausstellungen.

Der Musiker kam 1961 in Freiburg zur Welt und studierte in den 1980er Jahren am Konservatorium in Lausanne klassische Gitarre. Schon früh interessierte sich Treichler für die elektronische Musik. 1985 gründete er die Band The Young Gods, von der sich renommierte Bands wie U2 und Nine Inch Nails oder Sänger David Bowie inspirieren liessen. Seit ihrer Gründung touren The Young Gods durch die Welt und veröffentlichten bereits über ein Dutzend Alben.

15 Nominierte erhalten je 25'000 Franken

An der Preisverleihung im Opernhaus Lausanne im Rahmen des Musikfestivals Label Suisse erhielt der Sänger und Komponist die Auszeichnung von seinem Landmann, Bundesrat Alain Berset, überreicht. Der Grand Prix Musik soll, so kommunizierte es das BAK bei der Ausschreibung, «herausragendes und innovatives schweizerisches Musikschaffen würdigen und in das Licht der Öffentlichkeit rücken». Der Preis wurde zum ersten Mal vergeben.

Eine Jury bestehend aus Musikjournalisten, Musikschaffenden und Musikexperten nominierte im März 15 Musikschaffende aus allen Regionen und Stilrichtungen für den ersten Grand Prix Musik, darunter waren neben Treichler etwa die Sängerin und Akkordeonistin Erika Stucky, der Berner Schlagzeuger Julian Sartorius oder das Zürcher Ensemble Steamboat Switzerland. Alle Nominierten erhalten 25'000 Franken.

ldc/sda

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