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«Mit Faktenchecks kommt man dem Fake nicht bei»

Lügner verraten sich durch ihre Methoden: Der Literaturwissenschaftler Thomas Strässle erklärt sieben Merkmale, an denen man gefälschte Wahrheiten erkennt.

«Wir brauchen eine gemeinsame Verständigung darüber, was Fakten sind»: Thomas Strässle.

«Wir brauchen eine gemeinsame Verständigung darüber, was Fakten sind»: Thomas Strässle.

(Bild: Adrian Moser)

Daniel Di Falco

Wir wüssten es alle, heisst es im Klappentext Ihres Buchs: Der Fake habe «die Vorherrschaft der Fakten abgelöst». Das ist ein bisschen übertrieben, nicht?
Es ist ein bisschen plakativ, so wie jeder Klappentext. Aber es stimmt: Wir haben einen zunehmenden Überhang an Fiktionalität gegenüber den Fakten. Die Basis, auf der Fakten als Fakten anerkannt sind, ist dünn geworden, dieser gesellschaftliche Konsens ist erschüttert. Dafür gibt es viele Gründe, und einer ist, dass die Informationsflüsse heute anders verlaufen, nämlich öfter vorbei an den bisherigen Sicherungsinstitutionen wie etwa den klassischen Medien.

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