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Zum Ursprung der Welt

Ein einziges neues Gemälde von Franz Gertsch – ein Akt. Die Ausstellung «Momentaufnahme» in Burgdorf macht dennoch Sinn, weil sie sinnlich den Kern dieses Schaffens erfahrbar macht: Die Zeit.

Franz Gertsch: «Maria (Guadeloupe)». Eitempera auf ungrundierter Baumwolle. 250x380cm. Im Besitz der Collection of Franz Gertsch & Maria Gertsch-Meer.
Franz Gertsch: «Maria (Guadeloupe)». Eitempera auf ungrundierter Baumwolle. 250x380cm. Im Besitz der Collection of Franz Gertsch & Maria Gertsch-Meer.
Keystone
Franz Gertsch gehört mit seinen grossformatigen Bildern und Holzschnitten zu den wichtigsten Gegenwartskünstlern. Zurzeit arbeitet er am Bild «Frühling».
Franz Gertsch gehört mit seinen grossformatigen Bildern und Holzschnitten zu den wichtigsten Gegenwartskünstlern. Zurzeit arbeitet er am Bild «Frühling».
Christian Grund (13 Photo)
Mitte der 90er-Jahre wendete sich Gertsch wieder der Malerei zu. Seine Spezialität: Naturmotive.
Mitte der 90er-Jahre wendete sich Gertsch wieder der Malerei zu. Seine Spezialität: Naturmotive.
Keystone
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Da liegt eine Frau auf einem Badetuch, wohl an einem Strand. Die Augen sind geschlossen, vielleicht schläft sie. Die Frau ist nackt. Das linke Bein hat sie etwas angewinkelt. Die Scham ist gut sichtbar – zwar in der Mitte des Gemäldes, aber deutlich diskreter als bei Gustav Courbets «L’origine du monde». Und doch geht es im neusten, wiederum monumentalen und zugleich feinstofflichen Gemälde von Franz Gertsch, das jetzt erstmals öffentlich präsentiert wird, um Ursprünge der Welt. Denn das Bild ist Teil einer neuen Trilogie, an der der 82-jährige Künstler seit einiger Zeit intensiv arbeitet.

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