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«Unvorstellbares Ausmass»

In ganz Syrien werden archäologische Stätten geplündert. Die Unesco zeigt sich zutiefst besorgt.

Bedroht: Die syrische Kreuzritterburg Hisn al-Akrad (Krak de Chevaliers). (26. August 2006)
Bedroht: Die syrische Kreuzritterburg Hisn al-Akrad (Krak de Chevaliers). (26. August 2006)
Keystone

Das Vorgehen sei «extrem gefährlich» und «tödlich» für das kulturelle Erbe des im Bürgerkrieg gefangenen Landes, warnte der für Kultur zuständige Vize-Generaldirektor der UN-Organisation, Francesco Bandarin, am Mittwoch.

So sei neben der historischen sumerischen Stadt Mari auch in den Orten Ebla, Palmyra und Apamea im grossen Stil Jagd auf wertvolle Artefakte gemacht worden. Zudem beklagte er weiteichende Beschädigungen an Sehenswürdigkeiten auf Aleppos mittelalterlichem Marktplatz.

«Sie alle sind von dem Phänomen betroffen, einige von ihnen in einem unvorstellbaren Ausmass», sagte Bandarin weiter. «Apamea – es ist völlig zerstört». Archäologisches Material und Kulturgüter würden über illegale Kanäle in andere Länder und Märkte geschmuggelt. Im Januar habe die Unesco daher Polizisten und Zollbeamte in Nachbarländern Syriens darauf trainiert, geplünderte Gegenstände zu entdecken.

SDA

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