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Terror im Namen der Kunst

Die Pariser Künstlerin «Prinzessin Hijab» übermalt Models auf Plakatwänden mit Burkas. Und provoziert damit die Kunstszene. Doch weiss niemand, wer hinter der Figur steckt.

Sie ist anonym, sie arbeitet im Pariser Untergrund und sie arbeitet mit einem starken Symbol: dem Hijab. Ihre Methode ist denkbar einfach: Sie nimmt schwarzen Filzer, Schuhcreme oder irgendwas und bringt ihr Symbol auf Plakatwänden an: der Hijab, der muslimische Schleier. Den verpasst sie den Airbrush-Gesichtern von Kate Moss und Penélope Cruz, bedeckt die halbnackten Frauenkörper auf Plakatwänden usw. Nach vollbrachter Tat fotografiert sie ihr Werk und verschwindet wieder. «Künstlerischer Jihad» nennt sie das, ihr Kampf gegen den «visuellen Terror» der Konsumgesellschaft.

Wer hinter der Kunstfigur «Prinzessin Hijab» steckt, ist nicht bekannt. Sie soll 21 Jahre alt, aber selber nicht Muslimin sein. Gewissheit besteht nur bezüglich ihrer künstlerischen Mission: «Ich bin eine visuelle Terroristin», sagt sie von sich selbst. Seit dem Jahr 2006 ist «Prinzessin Hijab» auf ihrer Mission unterwegs – und hat in Kunstkreisen bereits einiges Aufsehen erregt. Sie zeigte Arbeiten auf Ausstellungen in Norwegen, Istanbul und New York, in Blogs wird über ihre Arbeiten diskutiert. Handelt es sich um anti-feministische Statements, um pro-islamische Agitation?

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