Zum Hauptinhalt springen

Schön, selbst im Leiden

Die mexikanische Künstlerin Frida Kahlo, eine Ikone der Frauenbewegung legte selbst 1910 als Geburtsjahr fest. Sie lebte ein Leben zwischen zwei Unfällen, einen mit einem Bus und einen mit ihrem Mann.

Stolz, tapfer, unabhängig, so hat sich Frida Kahlo stets präsentiert. Als eigenwillige Malerin im Mexiko der 1930er und 40er Jahre, die auf die Liebschaften ihres Mannes Diego Rivera mit eigenen Affären reagierte. So ist sie zu einer Ikone der Frauenbewegung geworden und hat Rivera längst an Berühmtheit übertroffen. Aber ihre Werke zeigen auch eine andere Seite: Eine zerrissene Persönlichkeit voller Abgründe, gefangen in einer entwürdigenden, selbstzerstörischen Beziehung zu einem 20 Jahre älteren Frauenhelden, der sie mit der eigenen Schwester betrog.

Am 6. Juli würde Frida Kahlo ihren 100. Geburtstag feiern: Eigentlich 1907 geboren, legte sie ihr Geburtsjahr selbst auf 1910 fest - in Gedenken an die mexikanische Revolution. Ihr Vater, ein gebürtiger Deutscher, der nach Mexiko ausgewandert war, verdiente sein Geld überwiegend als Fotograf. Die Familie lebte in Coyoacán, damals ein Vorort von Mexiko-Stadt. In ihrem Elternhaus, dem sogenannten Blauen Haus, sollte Frida 1954 auch sterben.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.