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Lust im Arbeiterstaat

Eros und Stasi – kaum etwas könnte widersprüchlicher klingen. Trotzdem trägt eine Fotoausstellung diesen Namen. Wie war das nun mit Erotik in der DDR? Ein Einblick in der Bildstrecke.

Als kürzlich eine hübsche russische Spionin in den USA enttarnt wurde, richtete sich die Aufmerksamkeit der Weltmedien tagelang auf die «erotische Agentin». Und auch der Reiz einer der bekanntesten Filmfiguren liegt im Spannungsfeld zwischen geheimen Missionen und Erotik: James Bond. Das Thema regt die Phantasie zu Höhenflügen an – normalerweise. Nur nicht in Zusammenhang mit der DDR, da stellt man sich die körperlichen Freuden befohlen vor, eine Lust auf Abruf, was aber nicht minder neugierig macht.

Der Titel «Eros und Stasi» für eine Ausstellung zu DDR-Fotografien ist entsprechend grossartig gewählt. Nur: Der schöpferische Trieb steht bloss bei wenigen der gezeigten 100 Bildern im Zentrum, auch nicht hübsche Stasi-Agenten und Agentinnen, sondern der Alltag in der DDR. Wozu auch die Erotik gehört, aber nicht nur.

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