Zum Hauptinhalt springen

Künstlerin wettert gegen ihren Art-Aussteller

Cady Noland gehört zu den am teuersten gehandelten lebenden Künstlerinnen. Offenbar aber auch zu den launischsten. An der Art Basel werden die Werke der Amerikanerin in einem speziellen Rahmen gezeigt – sehr zu ihrem Missfallen.

Keine Fotos! Die Werke der US-Künstlerin Cady Noland werden von der New Yorker D'Amelio Gallery in Basel hinter Gittern gezeigt. Und unter Protest der Künstlerin. Für den Online-Katalog der Art Basel durfte Nolands Kunst, die im Rahmen der «Art Features» gezeigt wird, hingegen abgelichtet werden...
Keine Fotos! Die Werke der US-Künstlerin Cady Noland werden von der New Yorker D'Amelio Gallery in Basel hinter Gittern gezeigt. Und unter Protest der Künstlerin. Für den Online-Katalog der Art Basel durfte Nolands Kunst, die im Rahmen der «Art Features» gezeigt wird, hingegen abgelichtet werden...
Joël Gernet
Cady Noland: «4 In One Sculpture» (1998).
Cady Noland: «4 In One Sculpture» (1998).
Nachbau von Basler Larvenmachern, bei Leonhard Hutton Galleries.
Nachbau von Basler Larvenmachern, bei Leonhard Hutton Galleries.
1 / 33

Dicht gedrängt stehen hunderte Kunstliebhaber und VIP's am Dienstag kurz vor drei Uhr in der Warteschlange vor dem Art-Einlass. Alle wollen sie in die Messhalle 2, wo seit elf Uhr die noch wichtigeren Leute durch das temporäre Zentrum des Kunstuniversums pilgern. «Single VIP, double VIP – nächstes Jahr gibt es dann noch triple VIP!», ächzt die elegant gekleidete Dame ganz vorne in der Schlange. Sie wirkt dabei befremdet und amüsiert zugleich. Das neue, nach Status gestaffelte Zulassungssystem zu den verschiedenen Art-Previews ist das grosse Thema an diesem Dienstag. Und vielleicht ist es auch der Grund, dass an diesem Nachmittag keine weltbekannten Promis à la Brad Pitt oder Naomi Campbell gesichtet werden – die waren, wenn schon, wahrscheinlich bereits morgens in den heiligen Hallen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.