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Klandestine Kunst-Attacke

Eine «Schöne Bescherung» ist die Weihnachtsausstellung, die im Art Dock Zürcher Kunst zeigt – mit Mut zur Kleinteiligkeit, zur Vielfalt, zu einer Rundumschau, die vom klassischen Bild bis zum Bergahornsamenprojekt reicht.

Wahlzürcherin Rita Ernst sucht hier die «Konstruktive Weite» (2014). Foto: Art Dock
Wahlzürcherin Rita Ernst sucht hier die «Konstruktive Weite» (2014). Foto: Art Dock

Vergessen wir Zeit und Ort. Vergessen wir, dass das hier eine «Weihnachtsausstellung» sein soll – zu sehr mieft das Wort. Vergessen wir alles, erwarten wir nichts. Dann sind wir in Paris oder in London, in einer Stadt von Welt auf jeden Fall. Dann findet Weltstadt in Zürich statt, dort, wo keiner sie erwartet: auf dem Güterbahnhof. Beziehungsweise dem, was noch von ihm übrig ist: zwei riesige Hallen, die dank dem Architekten und Kurator Ralph Bänziger ein kurzes zweites Leben feiern. Das Art Dock ist die Zürcher Spielart des Pariser Grand Palais und erspart die Fahrt mit dem TGV dorthin. Die Reise hierher kostet fast nichts – bis auf die Bereitschaft, auf weiträumigen 2000 Quadratmetern im Blick zu behalten, worum es eigentlich geht: um die Begegnung mit Zürcher Kunst nämlich. Denn was hier wildert und wuchert, sind Eigengewächse aus heimischen Ateliers.

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