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Im Theater des zweifelhaften Erinnerns

Mit einer eindrucksvollen und üppig besetzten Themenschau zum Dialog von Kunst und Archäologie verabschiedet sich die Direktorin Dolores Denaro vom Centre Pasquart.

Eine Stadt aus Holz füllt das Entrée des Centre Pasquart. Das vom französischen Künstlerpaar Anne und Patrick Poirier geschaffene Modell einer antiken Stadt verweist auf unser kulturelles Gedächtnis. Nach der griechischen Göttin der Erinnerung «Mnemosyne» benannt, greift das neun Meter lange Holzmodell neben Strukturen antiken Städtebaus auch jene des menschlichen Gehirns auf. Im Zentrum stehen das Theater des Erinnerns, das Theater des Vergessens und das Amphitheater des Träumens.

Welch ein gelungener Auftakt für eine Ausstellung zum Dialog zwischen Kunst und Archäologie! Die Schau mit 30 internationalen Positionen widmet sich unter dem griechischen Titel «Arkhaiologia» einem Thema, das bereits im 19. Jahrhundert in Blüte stand und just wieder an Aktualität gewinnt. «Auf vielen Kunstmessen ist das Thema Archäologie präsent», sagt Dolores Denaro. Die Direktorin verabschiedet sich nach zehn Jahren im Centre Pasquart mit dieser grosszügigen und eindrucksvollen Ausstellung.

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