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«Ich mache mich über die Kunstwelt lustig»

Lacht hier der Künstler über sein Modell? «Blowing an Orange Balloon» von Francesco Bonami. Foto: PD

Francesco Bonami, wie kommt ein international renommierter Kurator auf die Idee, einen anderen Kurator zu malen – und das erst noch 50-mal?

Sind Ihre Bilder verkappte Selbstporträts oder eher Witze auf Kosten des Kollegen?

Ihre Künstlerkarriere haben Sie längst aufgegeben. Warum malen Sie jetzt wieder?

«Hans Ulrich Obrist besucht den an Grippe erkrankten Harald Szeemann» oder «Hans Ulrich Obrist bläst einen orangen Ballon auf»: Wie kommen Sie auf diese absurden Sujets?

Man wird den Verdacht nicht los, dass Sie sich über Ihr Modell lustig machen, und doch strahlen Ihre Bilder eine gewisse Melancholie aus.

Jene Art Leere, die sich nach einem Sieg einstellt? Die Kunst hat die Welt erobert. Millionäre reissen sich um Werke, die früher als unverständlich galten.

Eignet sich die Kunst denn überhaupt für den materiellen Wettbewerb?

Die zeitgenössische Kunst wird mit Werten wie Subversion, Freiheit oder auch Experiment assoziiert. Wie steht es heute um diese Werte?

Ist Banksy ein Loser?

Ai Weiwei? Warum soll der ein Fake sein?

Er half den Architekten Herzog & de Meuron aus der Schweiz.

Das klingt desillusioniert. Spielen Sie darum den Narren auf Instagram?

Sie vertreten die These vom «Ende der zeitgenössischen Kunst». Was meinen Sie damit?

Das klingt jetzt doch schwer nach Kulturpessimismus.

Diese Entwicklung haben Sie doch aktiv mitgestaltet.

Hätten Sie mit Ihrem heutigen Wissen etwas anders gemacht?

Auch diese wirken heute wie Kunstfiguren – Donald Trump könnte eine Erfindung des Italieners Maurizio Cattelan sein, dessen Karriere Sie kräftig mitangeschoben haben.

Im Programm der Engadin Art Talks sind Sie als Kurator angekündigt – warum nicht als Künstler?