Hell und dunkel im Dialog

Eine Ausstellung wagt eine Gegenüberstellung zweier unterschied­licher Basler Künstlergruppen.

Von links nach rechts: Selbstporträt von Heinrich Müller (1909); «Bildnis des Malers Heiggi Müller» von Jean-Jacques Lüscher (1908); «Porträt Hermann Scherer» von Albert Müller (1918/1919) und «Bildnis Numa Donzé» von Paul Basilius Barth (undatiert).

Von links nach rechts: Selbstporträt von Heinrich Müller (1909); «Bildnis des Malers Heiggi Müller» von Jean-Jacques Lüscher (1908); «Porträt Hermann Scherer» von Albert Müller (1918/1919) und «Bildnis Numa Donzé» von Paul Basilius Barth (undatiert).

Markus Wüest

Die Ausstellung «Hell Dunkel, ein Kapitel Basler Kunst» in der Galerie Mueller an der Rebgasse zeigt – nicht zufällig im Jubeljahr des Basler Kunstkredits – einheimisches künstlerisches Schaffen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Genauer gesagt: aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg.

Jean-Jacques Lüscher, «Atelierszene (Maler und Modell)», 1905.

«Hell Dunkel» wagt laut Dominik Müller erstmals überhaupt eine Gegenüberstellung zweier unterschied­licher Basler Künstlergruppen: Da sind auf der einen Seite die «Dunkeltonigen» um Jean-Jacques Lüscher und Numa Donzé. Auf der anderen Seite sind die «Rot-Blauen» um Hermann Scherer und Albert Müller.

Albert Müller, «Gelbgrüner Bergwald», 1925, Mischtechnik auf Papier.

Künstlerischer Ausgangspunkt der Ausstellung ist Lüschers Bild «Die Kunstkredit­kommission» aus dem Jahr 1930. Da war der Basler Kunstkredit imelften Jahr seines Bestehens, und Jean-Jacques Lüscher befand diese Kommission ganz offensichtlich für gewichtig und einflussreich genug, sonst hätte er ihr kaum ein ganzes Bild gewidmet.

«Die Kunstkreditkommission», ein Gemälde von Jean-Jacques Lüscher aus dem Jahr 1930. Daneben fünf undatierte Holzschnitte von Hermann Scherer (1893–1927). Fotos Gina Folly

«Trotz grossen stilistischen und inhaltlichen Unterschieden gibt es zwischen den einzelnen Exponenten der beiden erwähnten Gruppierungen auffallend viele Gemeinsamkeiten», sagt Dominik Müller.

Wer dem Verbindenden wie dem Trennenden genauer auf die Spur kommen will, sollte sich die Zeit nehmen, die Bilder intensiver zu studieren. (mw)

Galerie Mueller, Basel, Rebgasse 46. Bis 2. November. www.galeriemueller.com

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