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Gurlitt-Lösung befriedigt Bayerns Justizminister

Laut einem Artikel in einer Münchner Zeitung gibt heute das Kunstmuseum Bern die Annahme der umstrittenen Bildersammlung von Cornelius Gurlitt bekannt.

Gibt sich noch bedeckt: Kunstmuseum Bern. (Archivbild)
Gibt sich noch bedeckt: Kunstmuseum Bern. (Archivbild)
Reuters

Bayerns Justizminister Wilfried Bausback hat im Interview mit dem «Münchner Merkur» vom Montag die Vereinbarung zum Umgang mit dem Erbe von Cornelius Gurlitt als «Erfolg» bezeichnet. Die Zeitung schreibt, das Kunstmuseum Bern nehme die umstrittene Bildersammlung an.

«Ich bin sehr erleichtert, dass dieser Fall jetzt endgültig auf einem guten Weg ist, das internationale Interesse war unglaublich», sagte Bausback. Eine so konstruktive Lösung sei lang nicht abzusehen gewesen, «ein grosser Erfolg».

Das Kunstmuseum Bern will am Montag mit Vertretern der deutschen Regierung und des Freistaats Bayern offiziell über das Erbe des deutschen Kunstsammlers Cornelius Gurlitt informieren. Im Interview, das auf der Webseite der Zeitung veröffentlicht wurde, nimmt Bausback vorweg: «Mit der Vereinbarung wird auch eine gute Grundlage geschaffen, dass es irgendwann eine Ausstellung in Bayern gibt.» Allerdings könne die öffentliche Hand nicht frei über die Sammlung verfügen, da es sich um Privateigentum handle.

Es sei «ein komplexer Fall» gewesen, sagte der Justizminister. Denn: «Es ging ja auch und gerade um die Frage: Wie gehen wir mit unserer Geschichte, mit unserer historischen Verantwortung für die Aufarbeitung von NS-Unrecht, mit den Opfern der Nationalsozialisten um.» Der Fall habe viele zum Nachdenken angeregt.

Am Samstag hatte sich der Stiftungsrat des Kunstmuseums Bern zu einer ausserordentlichen Sitzung zum Gurlitt-Erbe versammelt. Ruth Gilgen, die Sprecherin des Museums bestätigte am Sonntag auf Anfrage einen entsprechenden Artikel der «NZZ am Sonntag». Über die Details der Sitzung und den Beschluss schwieg sich das Kunstmuseum aber aus.

SDA/chk

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