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«Die Magie der Dinge» im Kunstmuseum Basel

Die Pracht der Stilleben zeigt die neue Sonderausstellung «Die Magie der Dinge» im Kunstmuseum Basel.

Jean Siméon Chardin, Flechtkorb mit Walderdbeeren, Privatsammlung. Copyright ProLitteris
Jean Siméon Chardin, Flechtkorb mit Walderdbeeren, Privatsammlung. Copyright ProLitteris

Präsentiert werden 108 Werke vorwiegend aus der niederländischen und deutschen Malerei des späten 15. bis 18. Jahrhunderts.

Es sei «eine sehr reiche Bildwelt, eine Bildwelt mit grosser Fülle», sagte Konservator Bodo Brinkmann am Freitag vor den Medien. Die Schau umspannt gut 300 Jahre, zu sehen sind Werke etwa von Jan Breughel d.Ä., Davidsz de Heem, Willem Kalf, Rachel Ruysch, Abraham Mignon, Georg Flegel, Jan Soreau, Gottfried von Wedigh oder Sebastian Stosskopf.

Die Ausstellung setzt mit dem «Stilleben vor dem Stilleben» ein, der Emanzipation des Stillebens vom symbolischen Beiwerk religiöser Gemälde zum eigenständigen Sujet. Es folgen erste Höhepunkte mit Jan Breughel und Georg Flegel, danach Vanitas-Stilleben, die - etwa mit Totenschädeln - an die Nichtigkeit der Dinge erinnern, und Blumenstilleben.

Virtuose Malerei demonstrieren die Bankettstücke und Prunkstilleben, in Basel ein Mittelpunkt der Ausstellung. Fisch-und Jagdstilleben sowie Kartuschenbilder zeigen die hohe, oft marktstrategisch begründete Spezialisierung der Maler des 17. Jahrhunderts. Das 18. Jahrhundert, etwa mit dem Franzosen Jean Siméon Chardin, macht den Abschluss.

Mehr als nur Ästhetisches

Laut Brinkmann waren Stilleben zu ihrer Zeit beliebt. Die akademische Sicht habe sie zwar als blosses Abbilden der Dinge gesehen. Doch Stilleben seien in einem künstlerischen Prozess erdacht und komponiert. Über das rein Ästhetische hinaus spiegeln sich in ihnen etwa Vergänglichkeitsgefühle oder auch Freude an der Darstellung exotischer Dinge.

Die «Magie der Dinge» ist vom Kunstmuseum Basel und dem Städel Museum in Frankfurt a.M. zusammen mit dem Hessischen Landesmuseum Darmstadt erstellt worden. 34 Bilder stammen aus Basler Beständen. In Frankfurt war die Schau von März bis August zu sehen; 17 weitere Werke kamen seither hinzu. Brinkmann, seit Juni Konservator in Basel, war zuvor in Frankfurt tätig gewesen.

SDA/amu

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