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Die Antithese zu «Super Mario»

Adrian Stutz und Florian Faller arbeiten an den letzten Finessen von «Feist», dem lange erwarteten Computerspiel mit wunderlicher Ästhetik. Ein Besuch im Atelier.

MeinungLinus Schöpfer

Das putzige, pelzige Wesen trippelt ziellos dahin. Langsam läuft die Spielfigur einen Hügel hinauf, es schneit und windet, bedrohliche Streicherklänge sind zu hören, eine verlassene Feuerstelle ist in Sicht?.?.?. Doch sie ist nur vermeintlich verlassen: Ein grässlicher Troll stürzt aus seiner Höhle, packt die Figur und wirbelt sie durch den Wald. Wie ein Berserker wütet das Biest, es springt und stampft und wirft mit Tannzapfen, Steinen und Stöckchen um sich.

«Jeder Gegenstand soll vom Spieler und seinen Gegnern verwendet werden können», erklärt Florian Faller. Gemeinsam mit Adrian Stutz arbeitet er in einem Atelier nahe beim Schiffbau. Die beiden haben Game Design an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHDK) studiert und schon verschiedene kleinere Computerspiele entwickelt. «Feist» ist ihr liebstes und aufwendigstes Projekt, seit 2008 tüfteln sie bereits daran. Es ist ein sogenanntes Jump?’n’?Run, ein Spiel also, in dem sich eine Figur von links nach rechts bewegt und fortlaufend Hindernisse und Gegner überwindet.

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