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Der Tausendsassa

Einst klaute er Hotelflaggen, jetzt stellt er in der Kunsthalle Zürich aus – Tobias Madison bewegt sich in allen Sparten der Kunst.

«Die Ökonomie von Räumen interessiert mich»: Tobias Madison bei den Vorbereitungen für seine Ausstellung in der Kunsthalle.
«Die Ökonomie von Räumen interessiert mich»: Tobias Madison bei den Vorbereitungen für seine Ausstellung in der Kunsthalle.
Doris Fanconi

Der 1985 in Basel geborene Künstler Tobias Madison liebt es, Räume auszuloten. Es passt deshalb gut, dass man mit dem Wahlzürcher von der Kunsthalle via Escher-Wyss-Platz an seiner WG vorbei nach Wipkingen spaziert. Nur, wie lässt es sich an diesem Unort leben, wo doch der Verkehr das eigene Wort erstickt und die Wucht der Hardbrücke einen fast erdrückt? «Ich mag diesen Ort», sagt Madison. «Die Gegensätze faszinieren mich: Sozialbauten aus den 50ern, die Betonwüste und da drüben Zürich-West mit den Luxustempeln.» Und wie wenn der Typ mit Baseballmütze seiner Begleiterin das Quartier schmackhaft machen wollte, steuert er ein Kiöskli im Zentrum Wipkingen an und lobt: «Hier gibts den besten Kaffee der Stadt.»

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